„Europa macht’s möglich“ 2019 – Präsentation des INTERREG-Projekts „ATMO-VISION“
 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Europa macht’s möglich!» wurden am 13. Mai 2019 im Beisein von Pressevertretern und Projektpartnern die ersten Ergebnisse des INTERREG-Projekts „ATMO-Vision“ vorgestellt. Anwesend waren unter anderem Joseph Kleinpeter (Generaldirektor ATMO Grand Est), Françoise Schaetzel (Conseillère municipale der Stadt Strasburg und Conseillère der Eurométropole Strasbourg) und Andrea von Känel (Leiter des Lufthygieneamt Basel). Wesentliche Zielsetzung des Projekts ist es, Institutionen und Verwaltungen neue geeignete Instrumente zur Reduzierung der Luftschadstoffemissionen im Oberrheingebiet an die Hand zu geben.

In ihrer Ansprache erinnerte Françoise Schaetzel die Anwesenden daran, dass Luftverschmutzung – nach Tabak und Alkohol – die dritthäufigste Todesursache in Frankreich sei, und, dass aufgrund dessen der täglich eingeatmeten Luft mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

Ferner ist die Absicht des INTERREG-Projekts „ATMO-Vision“, sich mit der geografischen Herkunft von Luftverschmutzung zu befassen. Geschehen soll dies durch Messungen, die mittels fester Messstationen, Drohnen und Mikrosensoren vorgenommen werden. Letztere werden vor allem in der im Rahmen des Projekts entwickelten Aktion „VISION’AIR“ eingesetzt.

„VISION’AIR“ versammelt 21 in der Oberrheinregion ansässige Bürger, die auf freiwilliger Basis Mikrosensoren mit sich tragen, um die Konzentration der Partikel von Stufe PM10 PM2,5 und PM1 zu messen. Nach nur einem Monat des täglichen Tragens des Mikrosensors konnten einige von ihnen im Rahmen der Veranstaltung bereits bemerkenswerte Ergebnisse teilen. So konnte eine übermäßige Luftverschmutzung beispielsweise beim Kochen, beim Rauchen oder bei mangelnden Niederschlägen festgestellt werden.

Diese Vorgehensweise zeugt von dem Willen, die Bürger des Oberrheingebiets stärker in lokale Projektinitiativen einzubinden und das Bewusstsein der lokalen Bevölkerung für die Verbesserung der Luftqualität zu fördern. Längerfristig sollen die dank der Mikrosensoren durchgeführten Messungen es ermöglichen, einen flächendeckenden Echtzeit-Mapping der Luftqualität zu erstellen.

Zur Erinnerung: “Europa macht’s möglich! ” – so lautet der Titel der Informationskampagne, die das INTERREG-Programm zum dritten Mal in Folge organisiert, um den Bürgern im Oberrheingebiet die durch EU-Fördermittel kofinanzierten Initiativen näher zu bringen und ihnen eine Stimme verleihen.