„Europa macht’s möglich“ 2019 – Präsentation des INTERREG-Projekts „Do qua HEP-ME“
 

Im Fokus der Veranstaltungsreihe „Europa macht’s möglich“ steht diesmal das Projekt „Do Qua HEP-ME“, welches sich erstmals der Umsetzung und der Anerkennung einer grenzüberschreitenden und binationalen Doppelqualifizierung (Do qua) „Heilerziehungspflege“ (HEP) und „moniteur éducateur“ (ME) widmet.

Am Montag, den 6. Mai 2019, fand im Rahmen der Kampagne „Europa macht’s möglich“ die Auftaktveranstaltung des französischen Teils der grenzüberschreitenden Ausbildung „Do Qua HEP-ME“ im französischen Ausbildungsinstitut „ESEIS“ in Schiltigheim statt. Nach einer kurzen Präsentation der beiden am Projekt teilnehmenden Schulen, wurde das Wort jeweils an die französischen und deutschen für die pädagogischen Inhalte der Ausbildung verantwortlichen Lehrenden übergeben. Daniela Martin von der Diakonie Kork hob das Engagement, die Ausdauer und die Beharrlichkeit der Auszubildenden während der ersten sieben Monate des deutschen Teils der Ausbildung in Kork hervor.  Für Roland Jacquet, Verantwortlicher der französischen Ausbildungsinhalte, stellt der Unterrichtsbeginn in Frankreich den Höhepunkt der langjährigen Vorbereitung dieses Projekts dar. Er begrüßte die Auszubildenden und ermutigte sie dazu, fortgehend an ihren Anpassungsfähigkeiten zu arbeiten, um „die Werte der Offenheit und des Humanismus der hiesigen Region weiterzutragen“. Der Erfolg der binationalen und grenzüberschreitenden Ausbildung hinge nicht zuletzt auch von der Fähigkeit eines jeden Einzelnen ab, sich von den Erfahrungen und Unterschieden des Nachbarn zu bereichern.

Nach der Auswahlphase der Auszubildenden im ersten Halbjahr 2018 erfolgte die Einführung der deutsch-französischen Ausbildung ab Oktober 2018 in Deutschland an der Evangelischen Fachschule für Heilerziehungspflege der Diakonie Kork. Insgesamt stellen sich sechs deutsche und französische junge Auszubildende dieser Aufgabe und werden über eine Dauer von 3,5 Jahren im Wechsel mittels Theorie, Praxis und Sprachkursen auf die alltäglichen Herausforderungen zweier sozialer Berufe, sowie zweier Länder vorbereitet.

Die zweite bezeichnende Etappe des INTERREG-Projekts findet nun mit dem Unterrichtsbeginn im Mai 2019 in Frankreich im Ausbildungsinstitut ESEIS nahe Straßburg statt. Nach einer ersten Schnupperzeit in Deutschland gilt es von nun an, sich auf ein unterschiedliches Ausbildungssystem, sowie auf einen neuen kulturellen Kontext einzulassen. Einfacher gesagt als getan!

Zum Abschluss ergriff die Gruppe an Auszubildenden selbst das Wort und berichtete auf anschauliche Art und Weise in deutscher und französischer Sprache über die ersten besonders prägenden und wertvollen Erlebnisse ihrer Ausbildung, die im Rahmen des Programms INTERREG Oberrhein in Höhe von 360 492 € durch EU-Mittel gefördert wird.  Auch der Verein ITAQUE, der in Kehl bereits an einer grenzüberschreitenden Praxis für Suchtmedizin beteiligt ist und selbst vor einigen Jahren eine Förderung durch EU-Mittel erhalten hatte, stellte seinerseits kurz seinen Aktionsbereich vor, um für alle Anwesenden die beruflichen Perspektiven einer deutsch-französischen Ausbildung im sozialen Bereich aufzuzeigen.

Zur Erinnerung: “Europa macht’s möglich! ” – so lautet der Titel der Informationskampagne, die das INTERREG-Programm zum dritten Mal in Folge organisiert, um den Bürgern im Oberrheingebiet die durch EU-Fördermittel kofinanzierten Initiativen näher zu bringen und ihnen eine Stimme verleihen.

Für weitere Informationen zu diesem Projekt: http://www.diakonie-kork.de/de/aus-weiterbildung/fachschule-fuer-heilerziehungspflege/Deutsch-Franzoesische-Ausbildung/HEP-ME.php