Studierende starten interreligiösen Dialog im Rahmen des Projekts „INTER-RELIGIO“
 

Am 16. Januar begannen für den ersten Jahrgang des Studiengangs „Interreligiöse Kenntnisse und Praktiken“, der innerhalb des Projekts “INTER-RELIGIO” entwickelt wurde, die Vorlesungen an der Universität Straßburg.

Lehrer des Katechismus, Imame, sich beruflich neuorientierende Sicherheitskräfte, Theologiestudierende oder Beamten… die zehn für das neue Programm eingeschriebenen Studierenden verfügen über verschiedene Hintergründe und haben ein gemeinsames Interesse: die Auseinandersetzung mit Religionen im Dialog.

Dieses zu einem Abschluss führende Kurzzeitstudium setzt sich zum Ziel, wissenschaftsorientiert Kenntnisse über die grundlegenden Elemente des interreligiösen Dialogs zwischen Christentum, Judentum, Islam und Buddhismus zu vertiefen. Die 140 Unterrichtsstunden, die von Januar bis Juni 2018 stattfinden, verbinden in einer multidisziplinären Perspektive das Fachwissen von Theologie-, Rechts-, Geschichts- und Religionswissenschaftlern. Auf dem Programm stehen Kurse des interreligiösen Vergleichs: „Studium der Gründungstexte“, „Praktiken und Bräuche“, „Interreligiosität in der heutigen Gesellschaft“ oder „Verhältnis zwischen Religion, Staat und Gesellschaft“.

Zugleich stellt dieser Studienstart auch den Beginn eines umfassenderen interreligiösen Ausbildung- und Forschungsangebots zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz dar. Ab kommenden Herbst bieten auch die Universitäten Heidelberg und Basel diesen Universitätsabschluss an.

Das Projekt „INTER-RELIGIO: Religionen und geteilte Überzeugungen“ wird durch das Programm INTERREG in Höhe von 489.492,50 € aus EFRE-Mitteln kofinanziert.
Das Gesamtbudget beläuft sich auf 1.836.905 €. Das Projekt hat zum Ziel, ein interuniversitäres Netzwerk bestehend aus den fünf Universitäten Straßburg, Basel, Freiburg, Heidelberg und Tübingen und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg aufzubauen, das wissenschaftliche Antworten zu den Herausforderungen des Zusammenlebens der Religionen in der aktuellen Gesellschaft liefern soll. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und endet am 31. Dezember 2019.