Vierzehn neue Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit genehmigt
 

Im Rahmen des Programms INTERREG Oberrhein zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wurden 14 neue Projekte genehmigt.

Am 8. Dezember kam der Begleitausschuss des Programms INTERREG V Oberrhein in Offenburg unter dem Vorsitz des Regionalrats der Région Grand Est Frédéric Pfliegersdoerffer zu seiner 8. Sitzung zusammen. In diesem Ausschuss entscheiden die Vertreter der regionalen Programmpartner aus der Pfalz, Baden, dem Elsass und der Schweiz über die Vergabe der Fördermittel des Programms.

Insgesamt wurden 14 Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt rund 9 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bewilligt – darunter allein 7 Projekte, die im Zuge des Projektaufrufs „Wissenschaftsoffensive“ ausgewählt wurden.

Das Programm INTERREG V Oberrhein verfügt für den Zeitraum von 2014 – 2020 über Fördermittel in Höhe von insgesamt ca. 109,7 Mio. Euro. Dies ist das größte Fördervolumen seit dem Start der INTERREG-Programme am Oberrhein im Jahre 1989. Nach der Sitzung stehen noch rund 64,8 Mio. Euro für die Förderung weiterer grenzüberschreitender Projekte bis 2020 zur Verfügung.

 

Die genehmigten Projekte

Offizielle Bekanntgabe der 7 Preisträger der oberrheinischen Wissenschaftsoffensive 2016

Der Projektaufruf „Wissenschaftsoffensive“ zur Förderung innovativer grenzüberschreitender Forschungsprojekte war Anfang 2016 veröffentlicht worden. Es handelt sich hierbei um eine gemeinsame Initiative der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, der französischen Region Grand Est sowie des Programms INTERREG Oberrhein mit dem Ziel, die am Oberrhein ansässigen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und KMU stärker untereinander zu vernetzen und auf diese Weise den regionalen Wissens- und Technologietransfer zu fördern. In seiner Sitzung am 08. Dezember 2016 hat der Begleitausschuss des INTERREG-Programms Oberrhein über die Bewilligung von insgesamt 7 aus 22 eingereichten Projekten entschieden. Die ausgewählten Projekte konnten durch ihre herausragende wissenschaftliche Exzellenz, ihre starke Anwendungsorientierung und ihren besonderen Mehrwert für die Oberrheinregion überzeugen. Die Summe der für die Wissenschaftsoffensive 2016 vergebenen EU-Mittel beträgt rund 3,4 Mio. Euro.

Ausgewählt wurden:

  • „SPIRITS“ – Intelligente 3D-gedruckte interaktive Roboter zur interventionellen Radiologie und Chirurgie
  • „PHOTOPUR“ – Photokatalytische Reinigung von pestizidbelastetem Wasser aus dem Weinbau
  • „EBIPREP“ – Intelligente Nutzung von Biomasse zur schadstoffarmen Erzeugung erneuerbarer Energie und biotechnologischer Wertstoffe
  • „HALFBACK“ – Länderübergreifende hoch-verfügbare Smart-Factories in der Cloud
  • „HNBi“ – Biomechanik des Systems Schädel-Hirn-Halswirbelsäule
  • „ELCOD“ – Endurance Low Cost Drone
  • „PROOF“ – Organische Photovoltaik-Dachelemente für gewerbliche und industrielle Gebäude

Ausführlichere Informationen über die Projekte sind hier verfügbar.

Weiterhin wurden sieben Projekte genehmigt, die fünf der wesentlichen Zielsetzungen des Programms betreffen:
Grenzüberschreitende Forschungskapazitäten ausbauen und die Beteiligung von Unternehmen an grenzüberschreitenden Projekten im Bereich Forschung und Entwicklung stärken

Das Projekt „VITIFUTUR“ ist als grenzüberschreitendes Exzellenzcluster von Praxis und Wissenschaft konzipiert und hat zum Ziel, Innovationen für den nachhaltigen Pflanzenschutz im Weinbau (Reduktion des Einsatzes von Pestiziden) zu entwickeln und die Implementierung in die Weinwirtschaft zu unterstützen.
Das Projekt „Geteilte Überzeugungen“ möchte an den Partneruniversitäten des Oberrheins einen europäischen Master 2 für interreligiöse Studien und ein Universitätsdiplom einführen. Ziel ist der Austausch wissenschaftlicher Kompetenzen und die Ausbildung der Studenten und von Fachleuten im interreligiösen Umfeld. Langfristig soll dies zur Schaffung eines sozialen Konsenses und zur Integrationsförderung im Oberrheinraum beitragen.

Den Anstieg des grenzüberschreitenden motorisierten Verkehrs am Oberrhein begrenzen

Zur Beschränkung des motorisierten Individualverkehrs im Oberrheinraum wurde das Projekt „Tram 3“ genehmigt. Ziel des Projektes ist der Ausbau der multimodalen Verkehrsplattform am Bahnhof Saint-Louis im Rahmen der Verlängerung der Basler Tramlinie 3. Die Vernetzung zwischen den verschiedenen umweltfreundlichen Verkehrsmitteln soll gestärkt und somit die Lärmbelastung und Luftverschmutzung vermindert werden.

Grenzüberschreitenden Beschäftigung und Entwicklungs- und Absatzmöglichkeiten für KMU in der Grenzregion stärken

Im Bereich Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit von KMU wurde das Projekt „PAMINA-Fachkräfteallianz“ auf den Weg gebracht: Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die verbesserte Eingliederung von Arbeitssuchenden, insbesondere der Altersgruppe 45+, in den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt und die Unterstützung der Unternehmen bei der Suche nach Arbeitskräften.

Das grenzüberschreitende Leistungsangebot von Verwaltungen und Institutionen verbessern

Das Projekt „MARGE“ widmet sich der Einbindung benachteiligter Randbezirke großer Städte im Oberrheingebiet. Ziel ist es, erfolgreiche Methoden zwischen den Akteuren der sozialen Stadtentwicklung auszutauschen und gemeinsame Strategien zu erarbeiten.

Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Oberrhein als grenzüberschreitende Region

Das Projekt „Der Weltenbummler“ sieht die Entwicklung eines pädagogischen Onlinespiels für den Fremdsprachenunterricht vor, mithilfe dessen die Schulkinder eine virtuelle Reise durch den Oberrhein unternehmen und so die kulturellen Besonderheiten dieses Grenzgebiets kennenlernen können. Auf spielerische Weise werden die Kinder zur Nutzung der Fremdsprache angeregt und für kulturelle Unterschiede sensibilisiert.

Projektaufruf für Kleinprojekte zur Stärkung der Bürgerbegegnung im Oberrhein

Bei dem Projekt „Zivilgesellschaft: Einbindung der Zivilgesellschaft in den Gebieten der Eurodistrikte“ handelt es sich um die Einrichtung eines Instruments zur Intensivierung des bürgerschaftlichen Engagements in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Vorgesehen ist die Förderung von Kleinprojekten mit einer maximalen Laufzeit von einem Jahr und einer Fördersumme zwischen 3.000 Euro und 40.000 Euro. Wichtig ist, dass sie mithilfe innovativer Konzepte und Maßnahmen die Bürgerbegegnung und den Erfahrungsaustausch im Oberrhein vorantreiben. Ab Januar 2017 stehen die vier Eurodistrikte, die im Oberrheinraum angesiedelt sind, als Ansprechpartner bei der Erstellung und Einreichung einer Projektidee zur Verfügung: der Eurodistrikt PAMINA, der Eurodistrikt Strasbourg-Ortenau, der trinationale Eurodistrikt Basel sowie für den Eurodistrikt Region Freiburg-Centre-Sud-Alsace gemeinsam der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und das Département du Haut-Rhin.

 

 

Weitere Informationen und Kontakt

Für weitere Informationen steht Ihnen gern die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung:

Anne-Sophie MAYER
Région Grand Est
1 place Adrien Zeller
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Tel.: +33 (0)3 88 15 38 10 (zweisprachig)
E-Mail: anne-sophie.mayer@grandest.fr