Interventionslogik

Interventionslogik

Die Interventionslogik beruht auf zwei grundlegenden Prinzipien:

  • das Prinzip der thematischen Konzentration;
  • das Prinzip der Ergebnisorientierung.

Beide Prinzipien finden gleichermaßen Anwendung auf die Erarbeitung und Umsetzung des Programms selbst, als auch auf alle geförderten Projekte. Diese Prinzipien bilden somit die Grundlage der gesamten Programmarchitektur.

Das Programm INTERREG V Oberrhein entspricht, wie alle Förderprogramme der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds, einer sogenannten Interventionslogik, deren Rahmenbedingungen durch die Verordnungstexte vorgegeben sind. Die Interventionslogik soll sicherstellen, dass alle im Rahmen des jeweiligen Programms geförderten Projekte einer Strategie zur Entwicklung des Programmgebiets entsprechen und jeweils einen eindeutigen Beitrag zu deren Umsetzung leisten.

 Thematische Konzentration

Mit dem Prinzip der thematischen Konzentration soll sichergestellt werden, dass die verfügbaren Fördermittel in denjenigen Bereichen eingesetzt werden, innerhalb derer im Programmgebiet mit Blick auf die Förderperiode 2014-2020 der größte Entwicklungsbedarf besteht.

Auf der Ebene des Programms INTERREG V Oberrhein schlägt sich dieses Prinzip darin nieder, dass nur bestimmte prioritäre Themenbereiche für eine Förderung in Frage kommen. Zur Identifizierung dieser prioritären Themenbereiche wurden im Rahmen der Erarbeitung des Programms INTERREG V Oberrhein zahlreiche Analysen und Untersuchungen sowie eine Reihe von Verfahren zur Konsultation verschiedener Akteursgruppen durchgeführt.

Konkret sind die 4 Prioritätsachsen des Operationellen Programms (OP) auf einzelne thematische Ziele und diesen zugeordnete Investitionsprioritäten begrenzt, die aus einem im Verordnungsrahmen vorgegebenen Katalog auszuwählen waren. Innerhalb der jeweiligen Investitionsprioritäten sieht das OP darüber hinaus spezifische Ziele vor, zu deren Umsetzung bestimmte grenzüberschreitende Entwicklungen verfolgt werden. Diese zusätzliche Eingrenzung soll eine bestmögliche Ausrichtung des Programms an den vordringlichen grenzüberschreitenden Herausforderungen und Potenzialen sicherstellen, die für den Oberrheinraum identifiziert wurden.

Auf der Ebene der Projekte schlägt sich das Prinzip der thematischen Konzentration darin nieder, dass nur solche Projekte für eine Förderung in Frage kommen, die sich einem der prioritären Themenbereiche des OP zuordnen lassen. Konkret bedeutet dies, dass jedes Projekt zu den grenzüberschreitenden Entwicklungen innerhalb eines spezifischen Ziels beitragen muss.

 Ergebnisorientierung

Das Prinzip der Ergebnisorientierung hat zum Gegenstand, einen tatsächlichen Beitrag aller geförderten Projekte zu den prioritären Themenbereichen des Programms INTERREG V Oberrhein sicherzustellen. Dieser Beitrag soll zudem konkret messbar gemacht werden.

Auf der Ebene des Programms ist die Ergebnisorientierung zunächst durch die Formulierung der spezifischen Ziele gewährleistet, die für jeden Themenbereich klar vorgeben, welche Entwicklung angestrebt ist. Darüber hinaus enthält das OP für jedes spezifische Ziel verschiedene Indikatoren. Diese entsprechen konkreten Ergebnissen, die im Rahmen der Förderperiode 2014-2020 innerhalb der einzelnen Themenbereiche erzielt werden sollen, und sind mit bezifferten Zielwerten versehen

Auf der Ebene der Projekte macht sich die Ergebnisorientierung zunächst daran fest, dass jedes einzelne Projekt einen signifikanten Beitrag zu einem spezifischen Ziel des OP leisten muss. Außerdem sind alle Projekte dazu verpflichtet, quantifizierbare Beiträge zu bestimmten Indikatoren zu erbringen. Diese Anforderung spiegelt sich sowohl in den Kriterien für die Projektauswahl als auch in den Vorgaben zum Nachweis der Projektoutputs wider.