Ein Wegbereiter in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit
Weniger als zwei Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich am Oberrhein eine Kultur der partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Angefangen bei den ersten Initiativen im Zusammenhang mit der Öffnung des binationalen Flughafens Basel-Mulhouse bis hin zum Start der Gemeinschaftsinitiative INTERREG durch die Europäische Kommission, hat sich die Kooperation kontinuierlich vertieft und ist heute effizienter denn je. An dieser Entwicklung hat INTERREG einen wesentlichen Anteil, indem das Programm eine Beschleunigung und Verstärkung der Zusammenarbeit erwirkte.
Eine trinationale Schlüsselregion im Herzen Europas
An den Grenzen Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz kommt dem Oberrheingebiet in historischer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht eine besondere Bedeutung im Herzen Europas zu. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit, die über fünf Millionen Menschen betrifft, hat in den 60er Jahren begonnen und wurde dank der Initiative INTERREG verstärkt und vorangetrieben.
Die seit 15 Jahren wachsende Anzahl der durchgeführten Projekte sowie der beteiligten Kooperationspartner bezeugt die stetige Weiterentwicklung der Initiative INTERREG am Oberrhein.
In den beiden Programmgebieten PAMINA und Oberrhein Mitte-Süd hat INTERREG es ermöglicht, rund 350 Projekte in partnerschaftlichem Geist umzusetzen.
Der Oberrhein liegt im Herzen der „blauen Banane“, dem Rückgrat Europas mit der höchsten demographischen und urbanen Dichte. Die Besonderheit des Gebiets ist die geographische Einheit und das Aufeinandertreffen zweier Mitgliedsländer der EU (Deutschland und rankreich) und eines Nicht-Mitgliedsstaates (Schweiz). Obwohl die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union ist, hat sie sich von Beginn an an INTERREG beteiligt, zunächst durch einzelne Kantone, seit 1994 auch durch die Unterstützung der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Zwei Programmgebiete: PAMINA und Oberrhein Mitte-Süd
Im Laufe der 15 Jahre ihres Bestehens sind die INTERREG-Programme PAMINA und Oberrhein Mitte-Süd ein und derselben Linie gefolgt: immer effizienter in der Durchführung werden, das Konkrete und Innovative fördern, dauerhaften Projekten Impulse verleihen. So konnte den Integrationsbestrebungen ein konkreter Rahmen gesetzt werden, indem immer mehr lokale Verantwortliche, Studenten, Unternehmer, Vereinsmitglieder, Jugendliche, Forscher, Künstler, Bürger etc. in die Durchführung der Projekte einbezogen wurden.
Bis Ende 2006 berücksichtigte die Ausarbeitung spezifischer Strategien die unterschiedlichen Problemstellungen der Grenzräume PAMINA und Oberrhein Mitte-Süd, ohne dabei die notwendige Einheit und Koordinierung aus dem Auge zu verlieren – insbesondere wenn es darum ging, gemeinsame Projekte im gesamten Oberrheingebiet durchzuführen. Für den neuen Programmzeitraum 2007-2013 wurde eine einziges Programm INTERREG Oberrhein geschaffen.