Start des Projekts „Dreiländermuseum – trinationales Netzwerk für Geschichte und Kultur“ startet am Oberrhein
[02/02/2012]


Das Projekt ist mit einem ersten Treffen in Straßburg am 23. Januar 2012 gestartet und verbindet 20 Partner aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz zu einem der aktuell größten grenzüberschreitenden Kulturprojekte am Oberrhein.


Das Projekt widmet sich insbesondere der Zusammenarbeit der Geschichtsvereine und der Museen am Oberrhein. Es soll ein Netzwerk von Geschichtsvereinen mit rund 10.000 Mitgliedern entstehen. Beim ersten Treffen im Maison de la Région in Straßburg wurde dafür jetzt zunächst ein trinationaler Koordinationsrat gebildet. Eine erste Vollversammlung mit Vertretern oberrheinischer Geschichtsvereine wurde für den 16. Juni vereinbart, sie findet im ehemaligen Kloster Lucelle im Département du Haut-Rhin statt.


Parallel dazu haben sich die historischen Museen von Straßburg, Mulhouse, Speyer, Rastatt, Freiburg, Liestal, Delémont und Lörrach zu einem „Runden Tisch oberrheinischer Museen“ zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist die Präsentation von acht Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg am Oberrhein im Jahr 2014. Hundert Jahre nach dessen Beginn soll das epochale Ereignis und seine Folgen für das Leben am Oberrhein aus deutscher, französischer und schweizerischer Sicht beleuchtet werden. Ein erstes Arbeitstreffen zur Abstimmung der Ausstellungskonzeptionen findet am 5. März in Lörrach statt. Nach dieser ersten Sitzung lädt der Runde Tisch weitere Museen am Oberrhein ein, sich am Projekt zu beteiligen.


Federführender Projektträger ist das Museum am Burghof der Stadt Lörrach. Im Rahmen dieses Projekts wird sein trinationales Profil und die bilinguale grenzüberschreitende Museumspädagogik weiter ausgebaut. Am Lörracher Museum wird eine Geschäftsstelle für die oberrheinischen Geschichtsvereine eingerichtet und von hier aus der Runde Tisch der Museen organisiert.


Das Gesamtbudget des Projekts beträgt insgesamt 2 485 994,00 Euro und wird mit einer Kofinanzierung von 1 199 677,00 Euro durch das EFRE-Fonds (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) unterstützt. Auf Schweitzer Seite wird das Projekt von der Eidgenossenschaft und der Republik und Kanton Jura unterstützt