Zusätzliche Informationen
 
 
Schritt 2 – Projektauswahlkriterien

Projektauswahlkriterien

Es gibt 2 Arten von Kriterien:

  • Fördergrundsätze für Projekte
  • Formale Anforderungen

Der Begleitausschuss kann, vorübergehend oder dauerhaft, zusätzliche Kriterien für die Projektauswahl festlegen. Die derzeit geltenden zusätzlichen Kriterien finden Sie hier.

Fördergrundsätze für Projekte

Das Projekt muss innovativ sein
Ihr Projekt muss dazu führen, dass neuartige grenzüberschreitende Aktivitäten durchgeführt, oder ebensolche Angebote und Strukturen geschaffen werden.
Der innovative Charakter kann auch darin bestehen, dass bereits bestehende grenzüberschreitende Angebote als Grundlage für weiterführende Kooperationen im Rahmen des Projekts genutzt werden.
Vorsicht ! Die zeitliche Verlängerung oder die geographische Ausweitung einer Kooperation sind nicht als innovative Aspekte anerkannt.

Die Umsetzung eines Projekts muss einen grenzüberschreitenden Mehrwert aufweisen
Das Ergebnis der Zusammenarbeit muss konkrete Wirkungen erzeugen, die durch Aktivitäten, die auf nationaler Ebene durchgeführt werden, nicht erreicht werden können.
Projekte, deren Ergebnisse das Potential des Oberrheinraums als integrierter Raum aufzeigen, können gleichermaßen eine Förderung beantragen. In jedem Fall sollte das Projekt seine Wirkung maßgeblich im Oberrheinraum entfalten.
Im Gegensatz entfalten Projekte, die innerhalb der nationalen Teilräume ohnehin umgesetzt werden, zum Bespiel, da ihre Durchführung hoheitliche Aufgaben der beteiligten Einrichtungen betreffen, keinen grenzüberschreitenden Mehrwert.

Die Ergebnisse der Projekte müssen dauerhaft sein und strukturelle Wirkungen erzeugen
Die Dauerhaftigkeit und die Struktureffekte geförderter Projekte kommen darin zum Ausdruck, dass die Projektergebnisse nicht nur punktuelle Wirkungen entfalten, sondern dem Programmgebiet möglichst nachhaltig und umfassend zugutekommen.
Die Dauerhaftigkeit von Projekten beruht dabei in der Weiterführung der Projektaktivitäten bzw. der weiteren Nutzung der im Rahmen des Projekts erzielten Ergebnisse selbst nach dem Ende des Förderzeitraums. Daher ist es wichtig, bereits im eigentlichen Projekt Vorkehrungen zur weiteren Finanzierung, aber auch zur qualitativen Fortführung und Nutzbarmachung der Projektaktivitäten und -ergebnisse zu treffen.
Die Struktureffekte liegen in positiven Auswirkungen der Projekte auf die Ziele des Programms und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Oberrheinraum als Ganzen, die über die vorgesehenen Projektaktivitäten und -ziele selbst hinausgehen.

Formale Anforderungen

Das Projekt muss in maximal 3 Jahren durchgeführt werden
Der Begleitausschuss kann in Ausnahmefällen eine Kofinanzierung über eine längere Dauer bewilligen, wenn das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Programmziele leistet.

Das Projekt muss spätestens am 30. Juni 2023 enden
Dieses Datum entspricht dem Abschlussdatum des Programms insgesamt. Der Begleitausschuss kann also bis spätestens 31. Dezember 2020 die Förderung von Projekten bewilligen.

Das Projekt kann eine maximale Fördersumme von 2 Millionen Euro erhalten
Der Begleitausschuss kann in Ausnahmefällen eine höhere Fördersumme gewähren, sofern das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Projektziele leistet.

Das Projekt muss von einer grenzüberschreitenden Projektgruppe umgesetzt werden
Das bedeutet, dass sich je mindestens ein Partner aus mindestens zwei der am Programm beteiligten Staaten (Frankreich, Deutschland, Schweiz) an der Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung eines Projekts beteiligt.
Die Beteiligung von Partnern, die ihren Sitz außerhalb des Programmgebiets haben, ist dann möglich, wenn sie für die Erreichung der Projektziele notwendig ist. Der Sitz dieses Partners muss trotzdem in Frankreich, Deutschland oder der Schweiz liegen.

Der Sitz des Projektleiters muss in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Frankreich liegen
Um mehr über die Rolle des Projektträgers zu erfahren, klicken Sie bitte hier.
Das Projekt muss den Förderregeln des Programms entsprechen
Aus dem Verordnungsrahmen ergeben sich zahlreiche rechtliche Vorgaben zur finanziellen und administrativen Umsetzung von Projekten im Rahmen des Programms INTERREG V Oberrhein. Für eine Förderung aus Programmmitteln kommen nur solche Projekte in Frage, die hinsichtlich sämtlicher Aspekte der Projektumsetzung die Förderregeln des Programms berücksichtigen.
Dies betrifft insbesondere:

  • die Regeln bzgl. der Anforderungen an die Projektgruppe;
  • die Regeln zur Projektfinanzierung;
  • die Regeln für die Förderfähigkeit von Ausgaben.

Die Förderregeln sind in den verschiedenen Themenblättern des Handbuchs für Begünstigte enthalten.
Durch die frühzeitige Berücksichtigung der Konformität mit den Förderregeln des Programms im Rahmen der Auswahl von Projekten soll sichergestellt werden, dass die tatsächliche Projektumsetzung mit möglichst reibungslos abläuft.

Ungeachtet dessen gilt es zu beachten, dass:

  • die Einhaltung der Förderregeln des Programms auch bei der Realisierung der Projekte zu gewährleisten ist und fortlaufend geprüft wird; und
  • die Förderregeln des Programms sich im Laufe der Programmumsetzung ändern können.