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Personalkosten

Personalkosten : Allgemeine Grundsätze und Erläuterung der anwendbaren Methoden

Zum Nachweis von Personalkosten können mehrere Methoden genutzt werden :

  • Methode 1 in Form eines Pauschalsatzes von bis zu 20% der übrigen direkten, förderfähigen Ausgaben des Projekts
  • Methode 2  auf der Grundlage eines vor Projektbeginn festgelegten Stundensatzes
  • Methode 3  auf der Grundlage von tatsächlich getätigten und bezahlten Personalausgaben

Methode 1 kann nicht parallel zu den Methoden 2 und 3 genutzt werden: Sie ist nur dann anwendbar, wenn alle Begünstigten, die im Rahmen eines Projekts  Personalkosten geltend machen, darauf zurückgreifen. Die Methoden 2 und 3 stehen jedem einzelnen Projektpartner, unabhängig von den übrigen Projektpartnern zur Auswahl. Im Rahmen desselben Vorhabens und für denselben Projektpartner können verschiedene Methoden (2, 3.A und 3.B) miteinander kombiniert werden.

Im Rahmen der Antragstellung ist jeweils die geeignetste Methode auszuwählen und entsprechend zu erläutern. Die ausgewählte Methode findet über die gesamte Projektlaufzeit Anwendung und kann nur in hinreichend begründeten Einzelfällen geändert werden.

N.B.: Für Kleinprojekte kommen lediglich die Methoden 1 und 3.B zur Anwendung.

Die 3 Verfahren zum Geltendmachen von Personnalkosten

Allgemeine Grundsätze und Bestandteile von Personalkosten

Die förderfähigen Personalkosten entsprechen bei Anwendung der Methoden 2 und 3 den Bruttoarbeitskosten, die in Verbindung mit Aktivitäten entstehen, welche einen direkten Zusammenhang mit dem Projekt aufweisen und nicht durchgeführt würden, wenn das Vorhaben nicht umgesetzt würde.

Die Bruttoarbeitskosten setzen sich aus Lohn- bzw. Gehaltskosten und Vergütungen, sowie aus allen weiteren Kosten, die direkt mit den dem Arbeitgeber entstandenen und von diesem getätigten Gehalts-/Lohnzahlungen zusammenhängen. Personalkosten sind förderfähig, wenn sie:

  • vom Arbeitgeber getätigt und bezahlt wurden,
  • in einem „Beschäftigungsdokument“ (also einem Beschäftigungs-/Arbeitsvertrag, einem Ernennungsbeschluss oder einer Praktikumsvereinbarung) oder per Gesetz festgelegt sind;
  • den Rechtsvorschriften, auf die im Beschäftigungsdokument Bezug genommen wird, oder den Gepflogenheiten des betreffenden Landes und/oder der Einrichtung entsprechen, in dem die betreffenden Mitarbeiter tatsächlich beschäftigt sind, und;
  • dem Arbeitgeber nicht erstattet werden können.

Nicht förderfähig sind:

  • Leistungen, die durch Sozialkassen und Versicherungen getragen werden (insbesondere im Krankheitsfall), sofern diese Beträge dem Arbeitgeber erstattet werden;
  • Geldwerte Vorteile (Dienstwagen, -unterkunft), sofern sie nicht nachprüfbar sind, bzw. im Laufe der Förderperiode nicht unmittelbar durch den Arbeitgeber gezahlt werden;
  • Sämtliche Leistungen, die ohne weiteren materiellen Grund lediglich deshalb gewährt werden, weil eine Förderung aus Programmmitteln erfolgt.

Die folgende Tabelle fasst zusammen, wie sich förderfähige Personalkosten zusammensetzen:

Personalkosten - Illustration 1

Im Fall andauernder Abwesenheit einer Person, die für das INTERREG-Projekt arbeitet, ist der Arbeitgeber gehalten, die Umsetzung der zur Erreichung der Projektziele vorgesehenen Aktivitäten durch die Bereitstellung einer Vertretung im Rahmen der vorgesehenen Kosten zu gewährleisten.

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit kommen Personalkosten für Personen, deren Anteil der über die gesamte Projektdauer aufgebrachten Arbeitszeit absehbar weniger als 10% beträgt, nicht für eine Förderung in Frage. In begründeten Ausnahmefällen kann, wenn eine Person nur während eines begrenzten Zeitraums während der Projektumsetzung für das Projekt tätig wird, dieser Mindestanteil auf diesen Zeitraum und nicht die gesamte Projektdauer bezogen werden.

 

Stand: 08.12.2016