Kleinprojektefonds des Eurodistrikts PAMINA

Kleinprojektefonds des Eurodistrikts PAMINA

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Kleinprojektefonds des Eurodistrikts PAMINA

Im Eurodistrikt PAMINA am Oberrhein gibt es einen Bedarf an Projekten der grenzüberschreitenden Aktivtäten, beispielsweise in den Bereichen Sport, Jugend, Kultur und nachhaltige Entwicklung, die vermehrt von engagierten Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagen werden. Die Realisierung dieser Aktivitäten scheitert in vielen Fällen an den mangelnden finanziellen und personellen Ressourcen der öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure. Daher schafft der Kleinprojektefonds PAMINA einen unkomplizierteren Zugang zu logistischer und finanzieller Unterstützung durch EU-Mittel für die Umsetzung von Projektideen.

Dazu müssen zunächst die in Frage kommenden Akteure in der Region über die Einrichtung dieses Fonds und die entsprechenden Förderbedingungen informiert werden. Somit können sie abschätzen, ob ihre Projektidee für eine Förderung geeignet ist. Eine grenzüberschreitende Auftaktveranstaltung gibt anschließend Gelegenheit zur Information, zum gegenseitigen Kennenlernen sowie zur Vernetzung. Dann gilt es, interessierte Akteure bei der Planung des Kleinprojektes und auf dem Weg zu einem vollständigen Antrag auf eine Förderung zu begleiten, damit möglichst viele erfolgreiche, grenzüberschreitende Aktivitäten für Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden können. Schließlich werden die konkreten Ergebnisse und die gemachten Erfahrungen der verschiedenen umgesetzten Kleinprojekte im Rahmen von Abschlussberichten systematisch erfasst und auf der Internetseite des Eurodistrikts PAMINA der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Auf Basis dieser Online-Erfahrungsberichte der Kleinprojekte erhalten auch andere interessierte Akteure Einblicke in die grenzüberschreitende Projektarbeit und können bei der Umsetzung ihrer Aktivitäten von den zuvor erarbeiteten Erkenntnissen profitieren.


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Trinationale Schul- und Unterrichtsprojekte für eine nachhaltige, mehrsprachige Grenzregion

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Trinationale Schul- und Unterrichtsprojekte für eine nachhaltige, mehrsprachige Grenzregion

Vor dem Hintergrund der steigenden Einwohnerzahlen und ebenso wachsenden Herausforderungen in der Dreiländerregion am Oberrhein ist eine gestärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit wichtiger denn je. Das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung dieser Kooperation und die nötige Vertrautheit mit den Gegebenheiten beim Nachbarn kann vor allem durch grenzüberschreitende Schulprojekte erreicht werden. Tres’OR hat sich daher zum Ziel gemacht, ein Bildungsprojekt für alle allgemeinbildenden Schulen am Oberrhein zu entwickeln, um bereits im Schulalltag die Vermittlung demokratischer Werte und ein Bewusstsein für das Zusammenleben in der Oberrheinregion zu verankern. In den Themenbereichen Demokratie,

Digitalisierung, Mehrsprachigkeit und Interkulturalität sollen daher grenzüberschreitende Projekte und Fortbildungen nach einem festen Zeitrahmen geplant und durchgeführt werden. Anschließend sollen die Ergebnisse in didaktische Lehrmaterialen überführt und allen Schulen sowie Lehrerfortbildungseinrichtungen am Oberrhein zur Verfügung gestellt werden.

Die Koordination und Evaluation der Arbeit wird von der Arbeitsgruppe „Erziehung und Bildung“ der Oberrheinkonferenz übernommen.

Schlussendlich werden die Fortbildungsinstitutionen die erarbeiteten grenzüberschreitenden Bildungskonzepte systematisch in ihre Programme aufnehmen, durchführen und weiterentwickeln können. Alle Produkte werden überdies auf den regionalen Websites und IT-Plattformen der Schulen zur Verfügung stehen.


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Europäischer Campus der Sozialen Arbeit

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Europäischer Campus der Sozialen Arbeit

Am Oberrhein ist die Soziale Arbeit mit zahlreichen grenzüberschreitenden Problemen konfrontiert, die spezifische Kompetenzen und eine spezifische Ausbildung erfordern. Den Studierenden der Sozialen Arbeit, den Fachkräften in der Praxis und den Arbeitgebern des Sektors fehlt es an Kenntnissen über das Nachbarsystem, sie kennen ihre Ansprechpartner nicht und können sich nicht von den innovativen Projekten inspirieren lassen, die von ihren Nachbarn entwickelt wurden. Die sechs Hochschulen für Soziale Arbeit am Oberrhein möchten einen europäischen Campus für soziale Arbeit schaffen, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Dieser europäische Campus wird es ermöglichen, einen grenzüberschreitenden Raum der sozialen Arbeit zu entwickeln, in dem Studierende, Fachkräfte und Arbeitgeber die Möglichkeit haben, sich auszutauschen, Lösungen für grenzüberschreitende Probleme zu finden und neue Kompetenzen zu entwickeln. Ebenso werden die Studierenden von den Studiengängen anderer Hochschulen profitieren und Zugang zu ausländischen Abschlüssen haben.

Um dies zu erreichen, soll zunächst eine grenzüberschreitende Struktur entwickelt werden, in der die sechs Hochschulen der Region zusammengefasst sind. Diese Struktur wird die Nachhaltigkeit des Projekts über den Programmzeitraum hinaus sicherstellen. Parallel dazu werden studentische Praxisprojekte für Studierende und Fachkräfte zu drei spezifischen Themen der sozialen Arbeit angeboten. Ziel ist es, den Austausch zu ermöglichen, innovative Projekte zu entwickeln und die Ausbildung der zukünftigen Sozialarbeitenden zu fördern. Um diesen Austausch zu erleichtern, wird auch ein Sprachprogramm durchgeführt.

In einem zweiten Schritt sollen die Ausbildungsgänge verglichen und ein Programm zur Anerkennung von Kompetenzen vorbereitet werden, das auf die Anerkennung von Diplomen hinführen kann. Gleichzeitig wird mit den Arbeitgebern im Bereich der Sozialen Arbeit zusammengearbeitet, um die grenzüberschreitenden Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, zu lösen.

Schließlich werden die Studierenden die Möglichkeit haben, an einem Programm zur Öffnung der Ausbildungsmodule teilzunehmen, dass es ihnen ermöglicht, einen Teil ihres Studiums in einer Partnerhochschule zu absolvieren. Darüber hinaus wird ein Austauschprogramm für Dozierende und Verwaltungspersonal durchgeführt. Während der vierjährigen Laufzeit des Programms werden 60 Studierende am Programm zur Öffnung der Module teilgenommen haben, 20 Arbeitgeber aus dem Sektor werden sich achtmal getroffen haben, und die Interventionsprogramme werden mehr als 40 Studierenden und 40 Fachkräften die Möglichkeit zur Zusammenarbeit gegeben haben.


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Förderung der Berufe, der Berufsausbildung und der Mobilität über die Grenzen hinaus

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Förderung der Berufe, der Berufsausbildung und der Mobilität über die Grenzen hinaus

Das Oberrheingebiet bietet eine fruchtbare Grundlage für grenzüberschreitenden Austausch in verschiedenen Sektoren. Obwohl es entsprechende institutionelle Angebote gibt und eine hohe Nachfrage seitens der Unternehmen besteht, sind die grenzüberschreitenden Mobilitätsmaßnahmen im Bereich der Berufsbildung weiterhin wenig bekannt und werden kaum genutzt.

Dies wird durch globale Herausforderungen wie die mangelnde Attraktivität der Berufsausbildung. bestimmter Berufe und Branchen verstärkt. Unternehmen und Berufsschulen im Rheinland haben Schwierigkeiten, interessierte Jugendliche für diese Berufe zu finden. Es ist daher dringend erforderlich, den Jugendlichen und ihren Eltern zu vermitteln, dass die Berufsausbildung keine Sackgasse ist. Gleichzeitig sollten sie bereits in jungen Jahren auf innovative Weise für die Bildungs-, Ausbildungs-, Lern- und Beschäftigungsmöglichkeiten auf der anderen Seite der Grenze sensibilisiert werden.

Das Projekt „EuropaScène“ von Les Alternateurs und seinen grenzüberschreitenden Partnern zielt darauf ab, die Instrumente der darstellenden Künste dazu zu nutzen, die identifizierten Probleme anzugehen. Dabei sollen nicht nur die Ausbildung, die Berufe und die grenzüberschreitende Mobilität gefördert werden, sondern auch kulturelle und nationale Barrieren abgebaut und die Internationalisierung der Auszubildenden unterstützt werden.

Daher werden die Partner die folgenden Maßnahmen ergreifen:

  • Etablieren von Netzwerken zwischen Berufsschulen und Unternehmen im Rheinland durch deutsch-französische, französisch-schweizerische oder deutsch-schweizerische Tandems von Auszubildenden, die sich auf die gleichen Berufe vorbereiten.
  • Organisation von grenzüberschreitenden Treffen für jedes Tandem: Austausch bewährter Methoden, interkulturelle Eisbrecher-Workshops, Erstellung zweisprachiger Sketche sowie die Schaffung interaktiver Challenges zur Entdeckung von Berufen.
  • Durchführung eines Programms von Workshops zum Verhaltenstheater zur Steigerung der Kompetenz der teilnehmenden Auszubildenden.
  • Programmierung eines künstlerischen Parcours, der von rheinischen Theatern für die teilnehmenden Auszubildenden angeboten wird, um ihnen die Welt der Bühne zu zeigen.
  • Veranstaltung von groß angelegten Aufführungsabenden, die der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Diese bestehen aus einem Zapping-Format der zweisprachigen Sketche und werden von einer physischen und digitalen Kommunikationskampagne begleitet.
  • Organisation des „JobGartens“, eines interaktiven und innovativen Berufsparcours während der Aufführungstage. Dies richtet sich an Jugendliche auf dem Weg zur Berufsorientierung sowie an das Publikum der Arbeitsvermittler.

Nach Abschluss des Projekts „EuropaScène“ werden ungefähr 1.200 Jugendliche aus dem Oberrheingebiet durch die Realisierung von 40 Tandems in 50 Berufsschulen und/oder Unternehmen (FR/DE/CH) die Möglichkeit gehabt haben, sich zu treffen, ihre Kompetenzen zu verbessern und bei den Aufführungen auf der Bühne zu stehen. Die Aufführungen, die Kommunikationskampagne und der „JobGarten“ werden das Projekt nutzen, um mehr als 4.000 Personen für die duale Berufsausbildung, die Zweisprachigkeit und die grenzüberschreitende Erfahrung zu sensibilisieren. Gleichzeitig werden dem Publikum dabei zahlreiche bisher unbekannte und unterschätzte Berufe nähergebracht.


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France-EuroAirport-Deutschland Shuttle

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

France-EuroAirport-Deutschland Shuttle

Im Dreiländereck fehlt im Verdichtungsraum um Basel eine direkte ÖPNV-Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich. Für den Fahrgast sind die bestehenden Verbindungen zwischen Deutschland und Frankreich über Basel oft unattraktiv: lange unabgestimmte Fahrtzeiten, mehrere Umstiege, mehrere Tarife (D-CH-F).

Mit dem grenzüberschreitenden Bus FREUD (Linie Nr. 220) soll  als Erweiterung des  ÖPNV-Netzes erstmals wieder eine direkte grenzüberschreitende Busverbindung zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen Lörrach, Saint-Louis und den EuroAirport angeboten werden.


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Viehzuchtbetriebe bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Viehzuchtbetriebe bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen

Der Klimawandel wirkt sich stark auf die Viehzuchtbetriebe im Gebiet des Oberrheins aus, die sich neuen Herausforderungen stellen müssen, um sich anzupassen, ihre Nachhaltigkeit und ihre wirtschaftliche Aktivität bei immer knapper werdenden Ressourcen aufrechtzuerhalten. Die Viehzüchter im Oberrheingebiet sind besonders betroffen, da die geografische Lage der Region ein außergewöhnlich warmes Klima mit sich bringt.

Lange Trockenperioden in Verbindung mit extremen Wetterereignissen wie starken Regenfällen bringen die Futterproduktion, das Wohlbefinden der Tiere, die Verfügbarkeit von Wasser und anderen Ressourcen, die für die Aufrechterhaltung und Nachhaltigkeit der Tätigkeit der Viehhalter am Oberrhein von entscheidender Bedeutung sind, erheblich aus dem Gleichgewicht.

Um die Viehzuchtbetriebe bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, arbeiten die Landwirtschaftskammer des Elsass, der Landesverband Baden-Württemberg BV und die grenzüberschreitenden Partner an der Optimierung der Ressourcennutzung und der Nachhaltigkeit dieser Betriebe.

Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit von Viehzuchtbetrieben zu verbessern und gleichzeitig an der Erhaltung der Umwelt zu arbeiten.

Das Reskuh-Projekt arbeitet an der Entwicklung von Instrumenten, Diagnosen und Empfehlungen für ein besseres Wasser-, Grünland- und Energiemanagement sowie am Tierschutz durch die Verbesserung von Ställen und die Untersuchung von Hitzestress. Auch an der Reduzierung von Treibhausgasen wird gearbeitet.

Zunächst wird in grenzüberschreitenden Arbeitsgruppen das Fachwissen der verschiedenen Partner gebündelt, um gemeinsam Fortschritte in den verschiedenen Themenbereichen des Projekts zu erzielen.

Es werden Diagnoseinstrumente entwickelt und eingesetzt, um neue Arten von Daten in Betrieben mit Viehhaltung zu sammeln und zu verarbeiten. Dies ermöglicht es, Empfehlungen zu erstellen und innovative, individuelle und kollektive Lösungen für Viehhalter anzubieten. Während des gesamten Projekts werden die verschiedenen Themen durch die Durchführung von Workshops, das Verfassen von Newslettern, Merkblättern und anderen Kommunikationsmitteln kommuniziert, um unser Zielpublikum über die Fortschritte des Projekts auf dem Laufenden zu halten.

Am Ende des Projekts werden etwa 250 Viehzuchtbetriebe von den Ergebnissen durch Workshops, Merkblätter und andere Hilfsmittel profitieren können, die auf der Internetseite des Projekts verfügbar sind und heruntergeladen werden können. Mehr als 100 Diagnosen (Wasser, Energie, Kohlenstoff, Gebäudeumgebung) wurden durchgeführt, um Daten zu sammeln und so die Beratung der Landwirte zu verbessern.


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Für ein besseres Angebot im öffentlichen grenzüberschreitenden Nahverkehr des südlichen Oberrheins

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Für ein besseres Angebot im öffentlichen grenzüberschreitenden Nahverkehr des südlichen Oberrheins

Das südelsässische Gebiet und die Nordwestschweiz haben historisch gesehen starke Verbindungen, die heute in einem wirtschaftlich dynamischen Raum zum Ausdruck kommen. Dies äußert sich in konsequenten Strömen von Arbeitnehmern auf beiden Seiten der Grenze ohne die Möglichkeit eines kollektiven Transports.

Die Straßenverkehrsströme aus dem Südelsass in die Nordwestschweiz sind beträchtlich und werden größtenteils durch die wirtschaftliche Dynamik der Region angetrieben. Daher zielt das Projekt darauf ab, Lösungen für den kollektiven Verkehr auf den Schlüsselachsen Sundgau-Dreiländer und Sundgau-Jura zu entwickeln.

Die Hauptidee ist es, den Erwerbstätigen der Region öffentliche Verkehrslinien anzubieten und so eine echte Lösung für die Verkehrsverlagerung und eine Alternative zum Privatauto zu haben.

Deshalb werden wir die Bedingungen für die Inbetriebnahme neuer öffentlicher Verkehrslinien untersuchen, die sich in Form von Buslinien materialisieren werden.

Zunächst muss eine Diagnose der Mobilitätsdynamik des Gebiets in Form von Umfragen, Flussstudien usw. durchgeführt werden, um die Bedürfnisse zu ermitteln, auf die die Studien reagieren müssen.

Anschließend müssen mehrere Vorschläge für Lösungen im öffentlichen Nahverkehr gemacht und detailliert beschrieben (Kosten, notwendige Anpassungen, Integration in bestehende Systeme usw.).

Schließlich muss eine der früher vorgeschlagenen Lösungen ausgewählt und dann weiter detailliert werden, um eine möglichst schnelle Inbetriebnahme zu ermöglichen.

Innerhalb von drei Jahren, nach Abschluss des Projekts, werden die Achsen Sundgau-Trois-Dreiländereck und Sundgau-Jura von schnellen, übersichtlichen, effizienten und zugänglichen öffentlichen Verkehrslinien profitieren.


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Entwicklung von Resilienzstrategien für Gemeinden am Oberrhein

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Entwicklung von Resilienzstrategien für Gemeinden am Oberrhein

Die Zunahme von Risiken und Krisen aller Art stellt eine große Herausforderung für unsere Gesellschaften dar. Gefahren sind der Klimawandel, Naturkatastrophen, Epidemien, Angriffe in diversen Bereichen (z.B. Hacker- oder Nuklearangriffen), Unterbrechungen der Logistikketten für lebensnotwendige Güter, Großfeuer, Dürren, sowie Unterbrechung der Stromversorgung und der üblichen Kommunikationsmittel. Der Oberrhein ist eine Region, die direkt von diesen Risiken betroffen ist.

Die Kommunen sind die Akteure, die am unmittelbarsten mit der von Risiken und Katastrophen betroffenen Bevölkerung in Verbindung stehen. Oftmals sind die Gemeinden in Krisensituationen mit zahlreichen Einschränkungen konfrontiert. Diese Zwänge betreffen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, aber auch den Grad ihrer Autonomie und ihrer Vorbereitung auf Extremsituationen.

Das Projekt Rhenum et Resiliere hat das Ziel, die Resilienz kleiner und mittlerer Gemeinden innerhalb des Oberrheingebiets gegenüber Extremsituationen zu verstärken.

Daher werden die Projektpartner rund um die Hochschule Kehl und die Universität Straßburg analysieren, wie vier Pilotgemeinden am Oberrhein die jüngsten Krisen bewältigt haben und werden Prototypen für kommunale Krisenstäbe entwickeln, die insbesondere auf grenzüberschreitenden Simulationen basieren.

Zunächst müssen die kurzfristigen Ziele erreicht werden, die zwei Dimensionen umfassen: die Analyse der bisherigen Strategien auf kommunaler Ebene und die Vertiefung des Verständnisses der diesbezüglichen Aktivitäten auf beiden Seiten des Rheins. Durch die grenzüberschreitende Dimension des Projekts können frühere Erfahrungen und neue, innovative Lösungen, die in zwei verschiedenen Kulturkreisen und administrativen Systemen entstanden sind, entwickelt, gebündelt und genutzt werden. Durch die Einbeziehung der kommunalen  Erfahrungen auf der anderen Rheinseite können eigene Handlungsoptionen erweitert und das Verständnis für die jeweils andere Seite intensiviert werden. Es entstehen neue Impulse, die zu innovativen Möglichkeiten der Krisenbewältigung und der Abwehr von Bedrohungen führen. Die Pilotgemeinden werden durch Ihre Teilnahme am Projekt von Anfang an für das Thema der lokalen Resilienz sensibilisiert, können eigene Erfahrungen beitragen und an der gemeinsamen Identifizierung von bekannten und unbekannten Risiken mitwirken. Dieser Prozess beinhaltet zudem ein Screening der in der Vergangenheit und in Zukunft zur Verfügung stehenden Mittel, sowie das Identifizieren von verborgenen und fehlenden Ressourcen zur Erhöhung der lokalen und grenzüberschreitenden Resilienz gegenüber Bedrohungen. Die Kommunen haben hier eine äußerst relevante Rolle und tragen wesentlich zum Zusammenführen dieser Risiken, Ressourcen und Lösungsoptionen bei. Sie erhalten durch ihre Teilnahme am Prozess als Erste Zugriff auf die Ergebnisse, die ihre Resilienz erhöhen.

Der zweite Schritt umfasst die Ausarbeitung mittelfristiger Strategien zum Umgang mit Krisen und dazugehörige Trainings. Das Projekt wird Krisenszenarien entwickeln, die mithilfe der Pilotgemeinden simuliert werden. Diese Phase wird für die Gemeinden eine Einführung in das Krisenmanagement ermöglichen. Die Erfahrungen können in die Entwicklung von Modellen für kommunale Krisenzentren einfließen, die auf extreme Ereignisse lokaler und grenzüberschreitender Natur reagieren können. Weiter müssen die zuvor identifizierten Ressourcen von den Kommunen grenzüberschreitend mobilisiert werden können. Um eine schnelle Reaktion der (bi-)nationalen Krisenstäbe zu ermöglichen, werden standardisierte Leitfäden zur Entscheidungsfindung konzipiert. Ebenso wichtig ist die grenzüberschreitende Kommunikation sowohl mit der Administration als auch mit den Bürger*innen im Falle einer Bedrohung, um Fehlinformation zu verhindern und Handlungen abzustimmen.

In den letzten Schritt des Projekts soll die Resilienz des Oberrheins, insbesondere in kleinen Gemeinden, langfristig gestärkt werden. Dies soll durch den Austausch von Best Practices zwischen Gemeinden, Bürgern, Unternehmen und der akademischen Welt erreicht werden. Darüber hinaus werden die Ergebnisse in Form von Master Classes und einer Abschlusskonferenz verbreitet und in der Praxis angewandt.


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Ein neuer Meilenstein für die Renaturierung des Rheins um den Taubergiessen

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Ein neuer Meilenstein für die Renaturierung des Rheins um den Taubergiessen

Die Rheininsel, der Restrhein und der Taubergiessen im Gebiet Rhinau (F) waren bereits in der Vergangenheit Gegendstand von Sanierungsprojekten. Heute geht es mit dem Projekt Rhinaissance 2.0 nun um die Durchführung einer weiteren ehrgeizigen ökologischen Restaurierungsetappe, die zur Stärkung des grenzüberschreitenden grünen und blauen Netzes und zur Wiederherstellung der Fischpassierbarkeit zwischen dem Rhein und dem Elz-Dreisam-Einzugsgebiet beiträgt.

Das Projekt Rhinaissance 2.0 zielt darauf ab, die geplanten ökologischen Wiederherstellungsmaßnahmen (Abtragung des Treidelpfades, Derotation von Uferböschungen, Wiederherstellung der hydraulischen Kontinuität, Uferrückverlegung…) detailliert festzulegen und zwei Fischpässe zu entwerfen und zu bauen. Langfristig sollen die Biodiversität auf der Rheininsel, am Restrhein und im Taubergiessen im Kontext des Klimawandels sowie die Qualität der Lebensräume zum Nutzen der Nutzer (Bürger, Besucher, Fischer, Förster…) verbessert werden.

Die ökologische Sanierung hat zum Ziel, die Vielfalt der Lebensräume und ihre Funktionalität zu verbessern, um die Biodiversität zu erhöhen und dies im Kontext des Klimawandels. Die Wiederherstellung der Fischpassierbarkeit an den Schwellen 2 und 3 wird den Zugang zum Einzugsgebiet der Elz – Dreisam eröffnen.

In einem ersten Schritt wird eine detaillierte Planung der geplanten Wiederherstellungsmaßnahmen durchgeführt. Diese werden in Anbetracht der Ergebnisse der ökologischen und sedimentologischen Studie angepasst. Im zweiten oder sogar dritten Schritt wird die Detailplanung iterativ anhand der Ergebnisse der Berechnungen des 2D-Modells und der Ergebnisse der sedimentologischen und ökologischen Studien verabschiedet. Diese Elemente werden es am Ende des Projekts ermöglichen, die Durchführung der Arbeiten in Angriff zu nehmen. Der zweite wichtige Teil des Projekts wird die Planung und der Bau von Fischtreppen sein.


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Innovative Technologie für eine schnelle und zuverlässige Diagnose von Infektionskrankheiten

Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Innovative Technologie für eine schnelle und zuverlässige Diagnose von Infektionskrankheiten

Projektziele

Einige Infektionskrankheiten, wie z.B. die Lyme-Borreliose, verbreiten sich mit alarmierender Geschwindigkeit, was teilweise auf die Klimaerwärmung zurückzuführen ist. Gegenwärtig stützt sich die Diagnose vor allem auf Tests, die in medizinischen Labors durchgeführt werden und oft kostspielig und langwierig sind. Dies kann den Beginn einer wirksamen Behandlung verzögern und zu Komplikationen führen.

Das Projekt VarioPore entwickelt eine schnellere und zuverlässigere Diagnosemethode: den elektrischen Nachweis von Molekülen über Nanoporen (winzige Löcher, tausendmal dünner als ein Haar). Dabei wird in einer Membran eine Nanopore erzeugt, durch die elektrischer Strom fließt. Wenn ein Molekül die Nanopore passiert, verändert sich der Stromfluss je nach Größe und Form des Moleküls. Diese Veränderung stellt eine Art „Signatur“ dar, anhand derer sich unter Heranziehung einer Datenbank feststellen lässt, welches Molekül die Nanopore passiert hat.

 

Zwischenstand

Das Projekt VarioPore verzeichnet erste Erfolge auf dem Weg zur Entwicklung eines schnellen, zuverlässigen und wiederverwendbaren Diagnosegeräts zum Nachweis von Infektionskrankheiten wie Borreliose.

Die Projektpartner bündeln dabei ihr Know-how: Die Hochschule Furtwangen hat ultrafeine, mit einem Laser perforierte Membranen hergestellt, die Fachhochschule Nordwestschweiz die Mikrobohrung durch 3D-Druck auf wenige Nanometer (Nanopore) reduziert. Die Université de Haute-Alsace hat eine Formgedächtnis-Technologie entwickelt, mit der sich die Porengröße anpassen lässt. Wenn ein Molekül die Nanopore passiert, verändert sich der Stromfluss: daran lässt sich das Molekül identifizieren. Die Hochschule Furtwangen hat die Integration der Komponenten in ein System evaluiert, das unter realen Bedingungen eingesetzt werden kann.

Die ersten Prototypen befinden sich nun für Tests und zur Verbesserung bei den medizinischen und industriellen Partnern.

 

Letzte Aktualisierung am 27.10.2025

 


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