Biodiversität und Klimaanpassung in Gärten und Grünflächen im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Biodiversität und Klimaanpassung in Gärten und Grünflächen im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Biodiversität und Klimaanpassung in Gärten und Grünflächen im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen

Projektziele

Im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen mobilisiert das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ Einwohner, Schüler, Mandatsträger, Gemeindemitarbeitende sowie Fachleute für Grünflächenpflege für ein gemeinsames Ziel: die Förderung der lokalen Artenvielfalt. Das Projekt entwickelt einen partizipativen und pädagogischen Ansatz, der alle genannten Zielgruppen einbezieht.

Durch Sensibilisierungs-, Vermittlungs- und Schulungsmaßnahmen sollen sowohl in Privatgärten als auch im öffentlichen Raum Methoden und Vorgehensweisen gefördert werden, die die Tier- und Pflanzenwelt respektieren.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Verhaltensweisen nachhaltig zu verändern, die Verbindungen zwischen den Bürgern beiderseits der Grenze zu stärken und zu einer gemeinsamen Kultur der Erhaltung der Artenvielfalt auf deutsch-französischer Ebene beizutragen.

 

Zwischenstand

Seit seinem Start wurde das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ mit einer starken Dynamik vor Ort umgesetzt.

In den Schulen verwandeln die Schülerinnen und Schüler ihre Schulhöfe in Räume der biologischen Vielfalt, indem sie Gemüsegärten anlegen, Insektenhotels bauen und Regentonnen aufstellen. Ein Wettbewerb für nachhaltiges Gärtnern wurde ins Leben gerufen, um lokale Initiativen auszuzeichnen, die die Artenvielfalt in Gärten, auf Balkonen oder in öffentlichen Räumen fördern. Bei grenzüberschreitenden Fortbildungen kommen Mandatsträger, Techniker, Hobbygärtner und Profis zusammen, um umweltfreundliches Know-how zu vermitteln.

Besuche nachahmenswerter Gärten, praktische Workshops und wissenschaftliche Vorträge bieten die Gelegenheit, das Wissen zu vertiefen, den Austausch zwischen den Teilnehmenden zu fördern und das Thema Artenvielfalt nachhaltig in der täglichen Praxis zu verankern. Dem Projekt gelingt es, eine zunehmende Mobilisierung zu erreichen.

 

Letzte Aktualisierung am 04.11.2025

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Entwicklung der Grundwasser-Ressource und Monitoring des Eintrags von Spurenstoffen in das Grundwasser des Oberrheingrabens mit innovativen Instrumenten

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Entwicklung der Grundwasser-Ressource und Monitoring des Eintrags von Spurenstoffen in das Grundwasser des Oberrheingrabens mit innovativen Instrumenten

Projektziele

Der oberrheinische Grundwasserleiter ist eine strategische Trinkwasserreserve für Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Die Ressource wird durch bereits bekannte und neuartige Spurenstoffe bedroht. Das Projekt ERMES-ii-Rhein zielt darauf ab, Kenntnisse über die Verschmutzungsdynamik zu verbessern und eine innovative Methode zur Überwachung des Grund- und Oberflächenwassers zu entwickeln.

Das Projekt basiert auf einem gemeinsamen Messnetz, koordinierten Probenahmen und hochpräzisen Instrumenten, sowie einer vereinheitlichten Methode für das gesamte Gebiet. Zu den wichtigsten Schritten gehören die Sammlung von Daten, ihre vergleichende Analyse und Darstellung in Form von Karten und verwertbaren Indikatoren.

ERMES-ii-Rhein wird dazu beitragen, die grenzüberschreitenden Phänomene besser zu verstehen, sensible Gebiete zu identifizieren und öffentliche Entscheidungsträger dabei zu unterstützen, die Qualität des Grundwassers nachhaltig zu schützen.

 

Zwischenstand

Die im Rahmen von ERMES-ii-Rhein durchgeführten Arbeiten liefern bereits nennenswerte Erkenntnisse zum Zustand des Oberrheingrundwassers.

Im Elsass wurden in ersten Analysen 435 Stoffe identifiziert, die an mehr als 670 Stellen aus dem Grundwasser und den Grundwasserleitern im Sundgau entnommen wurden. Die Ergebnisse bestätigen eine Verunreinigung durch Pestizide sowie PFAS, die an einigen Stellen eine hohe Konzentration aufweisen. Zusätzliche Probenahmen zwischen 2023 und Anfang 2024 an über 1500 Stellen erweitern diese Kartierung auf das gesamte trinationale Gebiet.

Mit den Daten, die derzeit ausgewertet werden, können noch genauere Erkenntnisse über die Ursachen der Verschmutzung und ihre räumliche Verteilung erlangt werden.

Gebietskörperschaften und Wasserwirtschaftsämter erhalten im für Mai 2026 erwarteten Abschlussbericht Empfehlungen, um das Management und den Schutz der Grundwasserqualität auf grenzüberschreitender Ebene zu verbessern.

 

 

Letzte Aktualisierung am 20.10.2025

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Reallabor CO2-neutrale Pilot-Innovationsregion Oberrhein – Entwicklung von Energie- und Mobilitätslösungen

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Reallabor CO2-neutrale Pilot-Innovationsregion Oberrhein – Entwicklung von Energie- und Mobilitätslösungen

Der Oberrhein, insbesondere das Gebiet um das ehemalige Kernkraftwerk Fessenheim, soll zur Pilotregion einer treibhausgas (THG)-emissionsfreien, innovativen Wirtschaftsregion auf Basis eines nachhaltigen Energie- und Verkehrskonzepts, bei gleichzeitiger Förderung der ökonomischen Wertschöpfung und der Schaffung von Arbeitsplätzen, weiterentwickelt werden. Dies bietet die Chance, Transformationskonzepte bi-national zu gestalten, langfristig ihre Umsetzbarkeit zu demonstrieren und auf greifbare Weise zur regionalen Energietransformation beizutragen.

Die Energietransformation im Oberrhein betrifft sowohl politische Entscheidungsträger, Wirtschaftsakteure als auch Bürger in der Region. Mit der Abschaltung des KKW Fessenheim sind viele Menschen direkt oder indirekt von den Folgen betroffen. Deshalb sollen mit dem Projekt CO2InnO innovative Pilotideen, die den Wandel hin zu mehr Klimaneutralität befördern, entwickelt und beschrieben werden.

Das Projekt erhebt den Anspruch aufzuzeigen, wie eine erfolgreiche Energietransformation auf der Basis neuer technologischer Ansätze im europäischen Raum sozialverträglich gestaltet werden kann.

Das übergeordnete Ziel und damit auch das Ergebnis des Projekts CO2InnO ist es, ein Reallabor zu schaffen, das den Transformationsprozess hin zu einer klimaneutralen Region Oberrhein durch die Demonstration von konkreten Energielösungsansätzen begleitet und vorantreibt. Hierbei stehen wasserstoffbasierte Blockheizkraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung im Zentrum des Projektes. Die damit verbundene dezentrale Energieerzeugung wird darüber hinaus mit E-Ladestationsnetzen gekoppelt zur Förderung der E-Mobilität.

Zunächst wird am Beispiel von zwei Modellgemeinden auf französischer und deutscher Seite die Ausgangslage erfasst werden.

Anschließend wird ein wasserstoffbasiertes BHKW als Demonstrator entwickelt. Mit Hilfe von Untersuchungen und Simulationen wird einerseits geprüft, inwieweit das ehemalige AKW Fessenheim für die regionale Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden kann (u.a. zur Versorgung der BHKW), und andererseits, ob der produzierte Strom aus den BHKW auch für die Errichtung von lokalen e-Ladestationen zur Förderung der e-mobilität genutzt werden kann.

Schließlich werden die Ergebnisse gesammelt und Handlungsempfehlungen daraus abgeleitet. Diese werden publiziert, und mit Bürgern & Bürgerinnen und verantwortlichen Akteuren diskutiert, um die Umsetzung klimaneutraler und dezentraler Energieversorgung voranzutreiben.

Am Ende stehen Handlungsempfehlungen die jedem zugänglich sind zusammen mit einem Simulationsprogramm, die jedem Nutzer (Kommunen, öffentliche Einrichtungen Industriestandorte) die Möglichkeit eröffnen, für seine lokale Situation die Vorteile des Systems abzuschätzen. Der Demonstrator kann in einer Art Reallabor getestet werden. Der Erfolg des Ansatzes kann über die Anzahl der Interessenten und den Umsetzungsgrad gemessen werden.


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Strategien zur Anpassung von Ackerbausystemen an den Klimawandel und deren Beitrag zum Klimaschutz am Oberrhein

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Strategien zur Anpassung von Ackerbausystemen an den Klimawandel und deren Beitrag zum Klimaschutz am Oberrhein

Projektziele

Die landwirtschaftlichen Oberrheinflächen werden zu über 60 % für den Anbau von Ackerkulturen wie Weizen und Mais genutzt. Klimaveränderungen führen zu Dürren, Hitzewellen und Starkregen, schmälern die Ernteerträge und Einkommen der Landwirte und haben Folgen für die Lebensmittelpreise. Das Projekt KLIMACrops zielt darauf ab, diese Kulturen an die klimatischen Belastungen anzupassen und gleichzeitig ihre Umweltauswirkungen zu verringern.

Zu diesem Zweck werden ausgewählte Praktiken auf den Feldern getestet: Agroforstwirtschaft, optimierte Bewässerung, Zwischenfrüchte… Diese Methoden werden dann auf Wirtschaftlichkeit, Machbarkeit und CO2-Bilanz geprüft. Diese Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch werden während des gesamten Projekts durch Umfragen und Workshops mit den Landwirten verstärkt.

Dank KLIMACrops sollen konkrete Lösungen den Landwirten langfristig helfen, sich in Richtung einer an den Klimawandel angepassten Praxis mit nachhaltigen und widerstandsfähigen Kulturen zu entwickeln.

Zwischenstand

Seit seinem Start konnte KLIMACrops am Oberrhein konkrete Fortschritte bei der Anpassung von Ackerkulturen an den Klimawandel erzielen.

In vier grenzüberschreitenden Arbeitsgruppen (Agroforstwirtschaft, Biolandwirtschaft, Bodenbedeckung, Bewertung klimatischer und wirtschaftlicher Aspekte) sowie kollaborativen Workshops haben Landwirte, Forschende und Berater gemeinsam innovative landwirtschaftliche Anbausysteme definiert. Die vor Ort gestarteten Feldversuche haben bereits vielversprechende Ergebnisse geliefert, u. A. in den Bereichen Direktsaat und Bodendeckung. An Besichtigungen und Schulungen nahmen mehr als 250 Personen teil. Aktuell wird das neue Wissen formalisiert, und mit dreisprachigen Videos sollen die gewonnenen Erkenntnisse verbreitet werden.

Die ersten Ergebnisse ergänzen die den Landwirten zur Verfügung stehenden Tools und fließen bereits in das Angebot an fachlich-technischer Beratung in der Region ein.

 

Letzte Aktualisierung am 20.10.2025

 


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Klima-Widerstandsfähige Rebsorten zur Sicherung des Ertrags

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Klima-Widerstandsfähige Rebsorten zur Sicherung des Ertrags

Was ist die Problematik?

Sommerlicher Hitze- und Trockenstress stellt die Weinbaubetriebe vor immer größere Probleme. Neuanlagen lassen sich zunehmend nur noch mit künstlicher Bewässerung betreiben. Auch erwachsene Rebstöcke leiden, weil sie bei Trockenheit nicht mehr durch Verdunstung von Wasser über die Blätter die Erhitzung abmildern können. Aber können wir den Weinbau in der Region durch eine bessere Auswahl von Unterlags- und Ertragssorten helfen und zur Züchtung einer neuen Generation von Klima-Widerstandsfähigen (KliWi) Rebsorten beitragen?

Im Rahmen des Projekts werden Forscher aus der Region die Stamm-Mutter unserer Reben, die fast ausgestorbene Europäische Wildrebe, um Hilfe bitten. Sie werden nach Genen suchen, die dabei helfen, mit Hitze-, UV- und Trockenstress zurechtzukommen und werden diese in Kulturreben einkreuzen.

Wie funtionniert es?

Zunächst wird mithilfe eines automatisierten Mikroskopiesystems Wildreben, die gegen Hitze- und Trockenstress resistent sind identifiziert, und dann herausgefunden, welche Gene und welche Inhaltsstoffe eine solche Resistenz anzeigen.

Damit lassen sich dann nach Kreuzung mit Kultursorten geeignete Züchtungskandidaten schnell herausfinden. Ausserdem kann man damit für die in der Region angebauten Rebsorten, vor allem auch pilzwiderstandsfähige (PiWi)-Reben einen Katalog der Klimaresilienz erstellen, um den Weinbaubetrieben bei der Sortenwahl zu helfen.

Am Ende des Projektes wird einen Satz von mindestens fünf genetischen Faktoren zur Verfügung herstellt, um KliWi-Reben mit Resilienz gegen Hitze-, UV- und Trockenstress züchten zu können. Weiterhin wird den Weinbaubetrieben in der Region (aber auch den Rebschulen) einen Katalog angeobten, in dem die Hitze- und Trockenresilienz von allen in der Region gängigen Unterlags- und Ertragssorten auf wissenschaftlicher Grundlage dargestellt ist, dies beinhaltet auch die für den ökologischen Weinbau wichtigen PiWi-(Pilz-Widerstandsfähigen) Rebsorten.

Das erwartete Ergebnis

Dank KliWiReSSe sollen die Weinbaubetriebe bei der Auswahl geeigneter Sorten unterstützt werden, wenn ein Weinberg neu angelegt wird. So wird das Projekt einen Beitrag leisten, um den Weinbau in der grenzüberschreintenden Region am Oberrhein an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.


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