Machbarkeitsstudie zur Wiederherstellung einer Rheinpassage zwischen Schönau und Weisweil
Machbarkeitsstudie zur Wiederherstellung einer Rheinpassage zwischen Schönau und Weisweil
Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Im Herzen der Oberrheinregion fehlt noch eine Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland, da die Schwimmbrücke, die einst Schœnau (FR) und Weisweil (DE) verband, 1940 zerstört und nie wieder aufgebaut wurde. Das Bedürfnis, sich zwischen den beiden Gebieten auszutauschen, sich zu bewegen und zu kommunizieren, hat jedoch nie aufgehört zu bestehen.
Um diese Verbindung wiederherzustellen, planen die öffentlichen Entscheidungsträger auf lokaler Ebene, im Rahmen des Projekts Fahrrhein eine Machbarkeitsstudie durchzuführen, die eine unerlässliche Voraussetzung für jedwedes Infrastrukturprojekt darstellt. Auf der Grundlage dieser Studie werden sich die Mandatsträger bezüglich der Frage positionieren können, ob es möglich ist, eine Fähr- oder Brückenverbindung zwischen den beiden Gebieten zu realisieren. Des Weiteren wird es die Studie ermöglichen, die mit diesem Projekt verbundenen Herausforderungen in Bezug auf den Tourismus, die Mobilität und die Umwelt zu erfassen und den Bedarf der Bürger zu ermitteln.
Die Partner des Projekts werden zunächst in einem Lastenheft die Punkte festzulegen haben, die Gegenstand der Analyse sein sollen: die Herausforderungen und die potenziellen Begünstigten identifizieren, die Kosten abschätzen, die rechtlichen Anforderungen analysieren, Möglichkeiten für den Betrieb vorschlagen etc. Mit diesen Aufgaben wird der Dienstleister betraut, der die Studie in Abstimmung mit den Partnern des Projekts durchführen wird.
Sobald die Studie vorliegt, wird sie den öffentlichen Entscheidungsträgern und im Rahmen einer öffentlichen Sitzung den Bürgern vorgestellt. Nach Abschluss des Projekts werden die politischen Entscheidungsträger in diesem grenzüberschreitenden Raum beschließen können, wie nach dieser Machbarkeitsstudie weiter verfahren werden soll.
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Eine biozidfreie pro-aktive Stadt
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 5 April 2026

Im Projekt ReactiveCity geht es um die Entwicklung einer von diversen Akteuren getragenen Strategie zur Reduzierung von schädlichen Biozidemissionen für eine „durchlässige“ Stadt. Das Ziel: die Sammel- und Kläranlageninfrastrukturen für Regenwasser entlasten und den steigenden Wasserbedarf zur Begrünung von Stadtgebieten stemmen.
Das Projekt ist darauf ausgelegt, praktische und übertragbare Erkenntnisse auf der Ebene der städtischen Gebiete am Oberrhein, die die Reduzierung von Bioziden in ihren Plan zur Anpassung an den Klimawandel integrieren wollen, zu erarbeiten, zu verbreiten und dauerhaft zu etablieren.
Diese Projektidee knüpft an das „NAVEBGO“ an, das Ende September 2022 abgeschlossen wurde. Das Vorgängerprojekt hat die wenig bekannte Problematik der Fassadenbiozide deutlich gemacht und dazu beigetragen, die Gestaltung von durchlässigen Städten neu zu hinterfragen. Das neue Projekt geht in dieser Fragestellung noch einen Schritt weiter, indem es die Problematik auf die verschiedenen Biozidquellen und alle Umweltkompartimente und Schlüsselakteure ausweitet.
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Intelligenter Eigenverbrauch und Speicherung für eine bessere Nutzung von Energie
Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine ist die Energiesicherheit eines der wichtigsten Anliegen in Europa. Die Haushalte wurden vor diesem Hintergrund dazu aufgerufen, ihren Energieverbrauch zu senken und vermehrt die erneuerbaren Energien zu nutzen. Die Université de Haute-Alsace arbeitet seit mehreren Jahren mit ihren deutschen und Schweizer Partnern an der Optimierung der Nutzung erneuerbarer Energien in diesem grenzüberschreitenden Raum. Im aktuellen Kontext ist die Notwendigkeit einer solchen Optimierung noch dringlicher.
Um es den im Oberrheinraum lebenden Menschen zu ermöglichen, ihren Energieverbrauch ohne Komforteinbußen zu optimieren, werden die Forscher und Ingenieure des Projekts AsimutE versuchen, intelligente Lösungen zu finden, um den Verbrauch zu senken und die Energiespeicherung unter Einbeziehung der Endnutzer zu optimieren. Diesen Arbeiten werden soziologische und rechtliche Studien sowie wissenschaftliche und technische Ergebnisse zugrunde gelegt, die aus den Interreg-Projekten Vehicle und ACA-Modes hervorgegangen sind.
Ausgehend von qualitativen und quantitativen Erhebungen bei repräsentativen Haushaltspanels möchte die Projektgruppe Daten sammeln, um insbesondere bestimmte Formen des Verbraucherverhaltens zu dokumentieren. Die Erhebungen sollen auch dazu dienen, die Erwartungen der Haushalte an die Technologien für den Eigenverbrauch zu ermitteln. Mit Hilfe dieser Daten soll schließlich am Ende des Projekts ein Instrument zur Abstimmung zwischen den Bürgern und der öffentlichen Hand entwickelt werden. Es wird dazu dienen, gemeinschaftlich Strategien zur Energieeinsparung zu entwickeln, die von den Bürgern besser angenommen werden.
Parallel dazu planen die Partner des Projekts die Entwicklung zahlreicher technischer Lösungen, mit denen auf diese Herausforderungen reagiert werden kann. Unter anderem wird es um die Entwicklung eines KI-Tools für den Betrieb einer Wärmepumpe zum Eigenverbrauch oder auch die Nutzung von Batterien aus Elektrofahrzeugen als sogenannte „stationäre“ Energiespeicher gehen.
Die sehr umfangreiche grenzüberschreitende und interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb dieses Projekts wird es ermöglichen, einen Rahmen für die Harmonisierung der Vorgehensweisen bei der Energieeinsparung am Oberrhein zu schaffen und so zu einer deutlichen Verringerung des CO2-Fußabdrucks dieses Raums zu gelangen.
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Climate Resilience and Adaptation for Upper RhiNE ports
Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Projektziele
Das Projekt CRANE zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Häfen gegenüber dem Klimawandel zu stärken. Die Zunahme extremer Wetterereignisse beeinträchtigt zunehmend den Fluss- und Landverkehr und gefährdet Infrastruktur, Ausrüstung und Personal.
Sieben Häfen am Oberrhein (Mannheim, Ludwigshafen, Karlsruhe, Straßburg, Kehl, Mulhouse und Basel) arbeiten mit zwei Instituten für angewandte Forschung (Fraunhofer IAIS und Cerema) zusammen, um die spezifischen Klimarisiken ihrer Aktivitäten zu identifizieren und zu bewerten.
In den ersten Phasen des Projekts sollen Schwachstellen identifiziert und zukünftige Auswirkungen des Klimawandels antizipiert werden. In der zweiten Hälfte des Projekts arbeiten die Partner an Anpassungsmaßnahmen, um Risiken zu mindern und die Kontinuität der Hafenaktivitäten zu gewährleisten. Es wird ein Lösungskatalog erstellt, aus dem jeder Hafen die relevantesten Optionen auswählen und Anpassungsstrategien für verschiedene Risikoniveaus entwickeln kann.
Diese schrittweise Anpassung wird den Häfen eine agile Anpassungsfähigkeit ermöglichen, die in einem sich ständig verändernden Klimakontext unerlässlich ist.
Zwischenstand
CRANE macht dank Workshops, an denen die Mitarbeiter der Partnerhäfen aktiv beteiligt sind, aktive Fortschritte. Diese Sitzungen sind nicht nur wichtig, um einen Austausch zwischen den verschiedenen Hafenstandorten zu ermöglichen, sondern auch, um die Hafenteams für Klimafragen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.
Durch die Beteiligung der Mitarbeiter können deren praktische Kenntnisse direkt einfließen und die spezifischen Auswirkungen des Klimawandels auf jeden einzelnen Hafen besser verstanden werden.
Bislang haben bereits acht Workshops stattgefunden, die einen fruchtbaren und konstruktiven Austausch zwischen den Häfen gefördert haben. Parallel dazu werden derzeit Studien zu Klimarisiken und Anpassungsmaßnahmen erstellt, deren Ergebnisse am Ende des Projekts veröffentlicht werden.
Das Projekt richtet sich auch an Akteure der Hafenökosysteme am Oberrhein, die im Rahmen eines Beirats in das Projekt eingebunden sind. Dieses Gremium bringt einmal jährlich alle Partner, Verkehrsinfrastrukturbetreiber, lokale und institutionelle Behörden sowie Experten für die Anpassung an den Klimawandel zusammen.
Letzte Aktualisierung am 03.11.2025
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Trinationale Technische Bildung
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 5 April 2026

Projektziele
TRinTEd hat zum Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Studierenden am Oberrhein zu fördern, indem sie für die beruflichen Chancen in den Nachbarländern aktiv sensibilisiert werden und interkulturelle Kompetenzen praxisnah erwerben.
Das Projekt will die wahrgenommenen Barrieren zwischen den Ländern abbauen, damit die Studierenden diese Region als einen offenen, grenzfreien Raum erleben. Im Rahmen von Auslandsaufenthalten und praxisorientierten Schulungen in Bereichen wie Mechatronik, Künstlicher Intelligenz und nachhaltiger Entwicklung entwickeln die Studierenden in trinationalen Teams kreative Lösungen. Sie lernen die Strukturen von Unternehmen kennen, erfahren interkulturelles Management, die Arbeitskultur der Nachbarländer, den Kompetenztransfer sowie Fragen des geistigen Eigentums.
Am Projektende werden mehr als 400 Studierende praktische und interkulturelle Fähigkeiten erworben haben und besser darauf vorbereitet sein, berufliche Chancen in allen drei Ländern aktiv zu nutzen.
Zwischenstand
Zur Projekthalbzeit kann TRinTEd dank mehrerer Initiativen bereits beachtliche Fortschritte vorweisen. Dazu gehört unter anderem der Mechatronik-Wettbewerb, ein sechsmonatiges Leuchtturmprojekt, das regelmäßige Treffen und praxisnahe Workshops umfasst. Im Juni 2025 präsentierten die Studierenden ihre Projekte in Form von kurzen, dynamischen Pitches vor einer Jury aus Unternehmensvertretern im Europa-Park – einem inspirierenden Ort für Mechatronikbegeisterte.
Die Summer School „Die Brücke“ bietet den Studierenden die Chance, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und gleichzeitig aktiv an Projekten zur nachhaltigen Entwicklung mitzuwirken. Parallel dazu entstehen bei den sogenannten „Kurzprojekten“ zahlreiche lebendige Kooperationen: Beispielsweise führten NQT, Apec und Arte Campus einen praxisnahen Workshop zu Stellensuche und den Besonderheiten grenzüberschreitender Personalbeschaffung durch.
Letzte Aktualisierung am 04.11.2025
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GRoundwater EvoluTions and resilience of Associated biodiversity – Upper Rhine
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 5 April 2026

Bereitstellung von Schlüsseldaten über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Grundwasserleiter des Rheins für die Wasser- und Umweltakteure, Entscheidungsträger oder Nutzer am Oberrhein
Der Grundwasserleiter des Rheinischen Aquifers ist eine sehr wichtige Grundwasserressource (65 bis 80 Milliarden m3). Sie ist von entscheidender Bedeutung für zahlreiche Verwendungszwecke, darunter die Trinkwasserversorgung, und spielt eine wichtige Rolle für die Biodiversität der damit verbundenen Ökosysteme. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserstände sind vielfältig und die Bewertung ihrer Auswirkungen stellt eine wissenschaftliche Herausforderung dar.
Das Projekt GRETA wird allen Wasser- und Umweltakteuren, Entscheidungsträgern und Nutzern des Oberrheingebiets Schlüsselkenntnisse über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserressourcen und die damit verbundenen Ökosysteme vermitteln.
Die Partner des GRETA-Projekts werden zum Fortschritt wissenschaftlicher Arbeiten (u. a. künstliche Intelligenz) beitragen und Entscheidungshilfen liefern, anwendbar für und von den lokalen Akteuren in der Region.
Aus diesem Grund wird das GRETA-Projektteam eine Reihe von hydrodynamischen Modellierungswerkzeuge entwickeln, die für die nachhaltige Wasserbewirtschaftung des rheinischen Grundwasserleiters notwendig sind, und Kenntnisse über den Zusammenhang zwischen Grundwasser und Ökosystemen vermitteln, mit einer Bewertung ihrer Anfälligkeit auf gegenwärtiges und zukünftiges Klima.
Zunächst wird im ersten Teil des Programms die Entwicklung des Grundwassers mithilfe klassischer und innovativer Methoden (künstliche Intelligenz) charakterisiert. Sie leitet ab Beginn des Programms die deutsch-französischen Zusammenarbeit ein, und ermöglicht den Austausch der verfügbaren Daten und den Vergleich und die Anpassung methodischer Ansätze. In einem zweiten Schritt werden zusätzliche Modellierungswerkzeuge für ein besseres Verständnis der Grundwasserressourcen in verschiedenen Maßstäben (räumlich, zeitlich) entwickelt die auch die Berechnung von Simulationen der Entwicklung dieser Ressourcen unter dem Einfluss des Klimawandels, insbesondere in Dürreperioden, miteinbezieht. Die Einbindung des Klimawandels, mit Szenarien und Prognosehorizont bis zum Jahr 2100, ist ein programmübergreifendes Thema. Schließlich sollen die Zusammenhänge zwischen dem Grundwasser und den Ökosystemen auf der Ebene des Oberrheins bewertet werden. Die Verknüpfung mit den Ergebnissen der vorangegangenen Schritte wird Aufschluss über die Gefährdung der biologischen Vielfalt in diesem Gebiet geben.
Ergänzend dazu werden Detailstudien zur Bewertung der Zusammenhänge auf lokaleren Ebene durchgeführt, indem ausgewählte „Pilot“-Standorte instrumentiert und überwacht werden und innovative Ansätze integriert werden.
Nach Abschluss des GRETA-Projekts werden die entwickelten Instrumente zur Erfassung der Wasserressourcen und der Biodiversität unter Einbeziehung des Klimawandels an die Wasser- und Umweltakteuren des Gebiets veröffentlicht und zugänglich sein, anhand wissenschaftlicher Publikationen und mit Hilfe von Präsentationsmaterialien für die breite Öffentlichkeit.Das Modellierungssystem für den Oberrhein wird insbesondere durch das LOGAR-Netzwerk – Länderübergreifende Organisation für Grundwasserschutz am Rhein – überprüft und kann dann lokal angepasst werden.
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Grenzüberschreitende Schulen/Betriebe Tandem
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 5 April 2026

Projektziele
OrienTEE bietet jungen Menschen am Oberrhein die Möglichkeit zur Berufsorientierung, indem sie die Berufswelt durch konkrete, grenzüberschreitende Kooperationsprojekte entdecken. Die Unkenntnis der Wirtschaftssektoren, der gefragten Kompetenzen und der zur Auswahl stehenden Berufe stellt nämlich in Frankreich, Deutschland und der Schweiz gleichermaßen nach wie vor ein Hindernis für eine fundierte Berufswahl dar.
OrienTEE verfolgt ein innovatives Konzept: Deutsch-französische oder französisch-schweizerische Schülertandems arbeiten ein Schuljahr lang unter realitätsnahen Bedingungen an konkreten Projekten, die für und mit einem Unternehmen durchgeführt werden.
Eine solche Maßnahme erleichtert den jungen Menschen die berufliche Eingliederung, indem sie ihnen hilft, die Erwartungen auf dem Arbeitsmarkt zu verstehen, Querschnittskompetenzen zu entwickeln (Projektmanagement, Kommunikation, Interkulturalität) und die Chancen eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes zu nutzen.
Zwischenstand
Nach zwei Jahren hat OrienTEE bereits 400 am Oberrhein lebenden Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren die Möglichkeit eröffnet, durch konkrete, in grenzüberschreitenden Zweierteams durchgeführte Projekte die Berufswelt kennenzulernen. Die Partnerschulen erhielten zunächst eine Schulung im Projektmanagement, woraufhin sie dann bei ihren Projekten unter Einbindung der lokalen Unternehmen begleitet wurden.
Am Ende jedes Schuljahres findet eine Abschlussveranstaltung statt, bei der die Tandems den Unternehmen und institutionellen Partnern des Projekts ihre Ergebnisse präsentieren.
Zu den Ergebnissen der Tandems gehören die angefertigten Holztrophäen für den Pamina Triathlon der Jahre 2024 und 2025 sowie die von der Welt der Kristallglasmanufaktur Lalique inspirierten Skizzen, die in Objekte verwandelt wurden (Erstellung von 3D-Modellen und anschließendes Ausschmelzen des Wachses).
Diese Projekte zeugen von der bildungspolitischen und grenzüberschreitenden Tragweite des Projekts OrienTEE.
Letzte Aktualisierung am 09.03.2026
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Erhaltung bedrohter Arten und Lebensräume durch naturnahe Beweidung im Ramsar-Gebiet Oberrhein
Publié par SchwoobAline le Sonntag 5 April 2026

Bei der biologischen Vielfalt ist seit 1960 ein starker Rückgang zu verzeichnen. Das Ramsar-Gebiet Oberrhein ist von diesem Rückgang nicht ausgenommen: Die Vielfalt seiner Lebensräume nimmt seit der Regulierung des Rheins und der Intensivierung der Landwirtschaft auf den angrenzenden Flächen deutlich ab. Zu den besonders betroffenen Lebensräumen gehören die offenen bis halboffenen Habitate mit ihrem beachtlichen Reichtum an Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Diese Lebensräume wurden früher ständig durch Flussüberschwemmungen neu geschaffen und/oder durch pflanzenfressende Wildtiere oder die Beweidung mit Nutztieren bewahrt. Heute werden diese Lebensräume nur noch mit Maschinen sehr unbefriedigend und wenig umweltfreundlich unterhalten.
Die Beweidung mit genügsamen Pflanzenfressern hat sich als nützlich erwiesen, um diese sensiblen Lebensräume zu bewirtschaften. Die tatsächliche Auswirkung auf die biologische Vielfalt ist jedoch noch kaum dokumentiert. Welche Tierarten sollten ausgewählt werden? Wie dicht sollte die Beweidung sein? Für welche Pflanzenarten? Welche Viehwirtschaft? Welche Kosten fallen an und von wem werden sie getragen? Welche wirtschaftlichen Möglichkeiten bieten sich? Welche Vorschriften sind einzuhalten? Für alle diese Fragen wird das Projekt „Biodiv’Beweidung“ nach Antworten suchen.
Drei Jahre lang werden die elsässischen und badischen Naturschutzvereine, die Träger des Projekts sind, das Ziel verfolgen, das Wissen über die Auswirkungen der extensiven Beweidung auf die biologische Vielfalt zu verbessern, um konkrete Maßnahmen zum Schutz der entlang des Rheins bedrohten Arten und Flächen zu entwickeln und praktische Lösungen für tragfähige Geschäftsmodelle zu finden.
In Zusammenarbeit mit französischen und deutschen Experten werden die Fachteams ein Verzeichnis derjenigen Standorte entlang des Rheins und andernorts in Europa erstellen, die mit naturnaher Beweidung bzw. durch den Einsatz von Maschinen bewirtschaftet werden. Diese Flächen können dann anhand eines speziell konzipierten Analyserasters genau untersucht werden.
Auf der Grundlage dieser Untersuchungen werden die Teams zusammen Pilotstandorte auswählen, die für eine Bewirtschaftung durch naturnahe Beweidung geeignet sind. Schließlich werden praktische Antworten im Hinblick auf folgende Aspekte vorgeschlagen: standardisierte Methoden, Überwachung der Herden, Geschäftsmodelle, Anpassung an den Klimawandel sowie Aus- und Weiterbildung der Akteure.
Das Projekt hat zum Ziel, innerhalb von drei Jahren einen umfassenden Leitfaden mit umzusetzenden Maßnahmen und konkreten Empfehlungen zu erstellen, damit diese in einer nächsten Phase an den ausgewählten Pilotstandorten angewendet werden können.
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Grenzüberschreitendes Wärmenetz
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 5 April 2026

Durch ein grenzüberschreitendes Wärmenetz die Abwärme der Badischen Stahlwerke in Kehl zur Wärmeversorgung eines Wohnviertels in Strasbourg nutzen
Im Rahmen eines in Europa auf grenzüberschreitender Ebene einzigartigen Projekts werden Wärmeemissionen aus dem Betrieb eines Stahlwerks der Badischen Stahlwerke GmbH (BSW) zurückgewonnen und verwertet, um bis 2027 etwa 7000 Straßburger Haushalte (in einer ersten Phase) mit Wärme zu versorgen. Dazu wird eine 4,5 Kilometer lange Leitung unter dem Rhein das Stahlwerk in Kehl mit dem bestehenden Fernwärmenetz in Straßburg verbinden. Dank dieses Projekts wird der Ausstoß von ca. 20.000 Tonnen klimaschädlichem CO2 verhindert. Langfristig soll das grenzüberschreitende Wärmenetz ausgeweitet werden, um noch weitere Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen in Straßburg und in der Kehler Innenstadt einzubinden.
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Strategien für widerstandsfähige Reben im Zeichen des Klimawandels
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 5 April 2026

Projektziele
Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels und der Notwendigkeit, weniger Pestizide zu verwenden, vereint WiVitis oberrheinische Forschungszentren und Akteure im Weinbau, um resistente bzw. pilzwiderstandsfähige (PIWI) Rebsorten zu untersuchen, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind.
Im stark vom Weinbau geprägten grenzüberschreitenden Gebiet versucht WiVitis einen nachhaltigen, wirtschaftlich tragfähigen und umweltfreundlichen Weinbau zu gewährleisten. Drei Jahre lang werden Tests auf Versuchsflächen und bei Winzern im Elsass, in Baden und in der Nordwestschweiz durchgeführt. Dabei sollen die Qualität der Weine, die Resistenz gegen Krankheiten und die Akzeptanz der PIWI-Rebsorten auf dem Markt bewertet werden.
Das Projekt wird in konkrete Empfehlungen münden, um die Weinbaubetriebe beim Übergang zu einer resilienteren Produktion zu unterstützen, die lokale Ressourcen aufwertet und die Umweltauswirkungen begrenzt.
Zwischenstand
Seit Projektbeginn liefert WiVitis vielversprechende Erkenntnisse über die natürlichen Resistenzmechanismen der Weinreben gegen Krankheiten wie Grauschimmelfäule und Echten Mehltau. Die Forschenden untersuchen die Haut der Trauben mit einem sehr starken Mikroskop. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Textur der Traubenhaut eine Schlüsselrolle bei der Krankheitsresistenz spielt.
Darüber hinaus wurde auch eigens ein Heizungsprototyp entwickelt, um die Auswirkungen extremer Hitze zu analysieren. Schließlich zeigen Analysen der Fette auf der Oberfläche der Trauben ebenfalls Unterschiede zwischen den Sorten auf.
Diese Fortschritte werden Orientierung bei der Auswahl von Rebsorten geben, die besser an die klimatischen und gesundheitlichen Herausforderungen angepasst sind. Die künftigen Ergebnisse werden diese Beobachtungen ergänzen und in konkrete Empfehlungen für einen nachhaltigeren Weinbau am Oberrhein einfließen.
Letzte Aktualisierung am 27.10.2025
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