Transformation von Gewerbegebieten und Industrieclustern angesichts des Klimawandels: Für eine neue transnationale Unternehmenskultur am Oberrhein

Transformation von Gewerbegebieten und Industrieclustern angesichts des Klimawandels: Für eine neue transnationale Unternehmenskultur am Oberrhein

Publié par SchwoobAline le Dienstag 7 April 2026

Transformation von Gewerbegebieten und Industrieclustern angesichts des Klimawandels: Für eine neue transnationale Unternehmenskultur am Oberrhein

Die Oberrheinregion ist stark vom Klimawandel betroffen, der eine Reihe von Risiken mit sich bringt, die die Ökosysteme, Lebensräume und Produktionsabläufe verstärkt und wiederholt aus dem Gleichgewicht bringen können. Hitzeinseln, Hitzewellen, Tropennächte, Dürre, Verschlechterung der Luftqualität, Überschwemmungen, geschädigte Ökosysteme, Verlust der Biodiversität usw. gehören zu den bereits identifizierten Risiken, die das regionale Klima und die Lebensqualität beeinträchtigen können.

Das Projekt Clim’Ability Care, das auf dem Vorgängerprojekten Clim’Ability und Clim’Ability Design aufbaut, fördert eine neue Unternehmenskultur, die sich auf einen erweiterten Ansatz für Klimarisiken konzentriert und die Warnung, Abschwächung, Anpassung und Versorgung (Care) in alle ihre Aufgaben einbezieht.

Dieses Projekt wird mit der Unterstützung und dem Engagement mehrerer territorialer Partner rund um einen Aktionsplan organisiert, der es ermöglichen wird, kritische Infrastrukturen zu identifizieren, die Schneeballwirkungen auslösen und die Klimaauswirkungen verdoppeln können. Die Aktualisierung von Open-Source-Tools zur Unterstützung von Unternehmen bei der Klimaresilienz und die Erprobung gezielter Lösungen, die in größerem Maßstab übernommen werden können, gehören zu den Antworten auf diese Herausforderungen. Wie in der Vergangenheit wird die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, öffentlichen Einrichtungen und KMUs die Synergien zwischen verschiedenen lokalen, disziplinären und wirtschaftlichen Kulturen erleichtern.

Nach Abschluss des Projekts sollen die Region und die Wirtschaftsakteure einen genaueren Einblick in die für die Region charakteristischen Unternehmenskulturen erhalten und entsprechende Lösungen und Wege zur Widerstandsfähigkeit in Form eines aktualisierten Werkzeugkastens (Audit, Kartierung kritischer Infrastrukturen usw.), von Open-Source-Methoden für den Kompetenzaufbau der Akteure und einer Reihe von Lösungen, die an für die Region relevanten Pilotstandorten getestet werden, vorschlagen. Eine Kampagne zur Förderung einer neuen Unternehmenskultur an einem grenzüberschreitenden Standort in der Oberrheinregion wird das Projekt abschließen.


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Ein Robotik-Hub für die KMUs am Oberrhein

Publié par SchwoobAline le Dienstag 7 April 2026

Ein Robotik-Hub für die KMUs am Oberrhein

Projektziele

Am Oberrhein stehen viele kleine und mittlere Unternehmen vor einer doppelten Herausforderung: dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und der Schwierigkeit, die für die Prozessautomatisierung erforderlichen Kompetenzen aufzubauen. Robot Hub Transfer will die Einführung von Robotiklösungen konkret erleichtern.

Das Projekt bietet eine maßgeschneiderte Begleitung, die technisches Fachwissen und eine Einschätzung wirtschaftlicher Aspekte verbindet. Die Unternehmen werden sich an einer strukturierten Vorgehensweise orientieren können: Situationsanalyse, Machbarkeitsstudie sowie Tests in den regionalen Roboterlabors.

Um die Unternehmen zu ermitteln, die bereit zur Mitwirkung sind, finden oberrheinweit Veranstaltungen sowie ein Bewerbungsaufruf statt.

Perspektivisch sollen mehrere Dutzend Unternehmen geeignete Robotiklösungen integrieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Resilienz nachhaltig zu stärken.

 

Zwischenstand

Seit Projektstart wurde das Beratungsangebot abgerundet: Die Prozesse, Instrumente und Hilfsmittel sind vorhanden, und im Zuge der ersten Projekte wurde eine gemeinsame, standardisierte Vorgehensweise festgelegt.

Knapp 20 Transferprojekte wurden erfolgreich abgeschlossen bzw. laufen noch. Die Rückmeldungen der Unternehmen bestätigen die Sachdienlichkeit der vorgeschlagenen Lösungen. Kommunikationsmaßnahmen und Veranstaltungen führten zu einem zunehmenden Interesse der KMU. Der Prozess für die Unternehmensauswahl der ist im Laufe der Zeit klarer und effizienter geworden, was den Zugang zu den Beratungsangeboten erleichtert. Die im Aufbau befindliche Wissensbasis wird die langfristige Wirkung durch die Erfolgsgeschichten verstärken.

Bis Projektende wird sich die Arbeit darauf konzentrieren, die laufenden Transfers abzuschließen und das Netzwerk zu erweitern, um eine nachhaltige Verbreitung der entwickelten Instrumente zu gewährleisten.

 

Letzte Aktualisierung am 25.02.2026

 


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Die künftigen Robotik-Experten am Oberrhein ausbilden

Publié par SchwoobAline le Dienstag 7 April 2026

Die künftigen Robotik-Experten am Oberrhein ausbilden

Projektziele

Am Oberrhein stehen viele kleine und mittlere Unternehmen vor der Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte im Bereich Robotik zu finden, um ihre Prozesse zukunftsfähig zu gestalten. Aus diesem Bedarf entstand das Projekt Robot Hub Academie.

Ziel ist es, die Attraktivität von Aus- und Weiterbildungen in Ingenieurwesen und Robotik für Jugendliche, Studierende, Doktoranden und Quereinsteiger zu steigern. Das Projekt bringt Robotik direkt zu den Menschen – durch Schulbesuche, praxisorientierte Workshops, Sommer-Schools, grenzüberschreitende Wettbewerbe und spezielle Formate, die junge Frauen für Technik begeistern.

Herzstück ist der Roboter-Kompass: ein praxisnahes, modular aufgebautes Lern- und Orientierungstool, das den Einstieg in die Robotik erleichtert und Grundlagen zu Sicherheit, Steuerung und Einsatzmöglichkeiten vermittelt – für starke Kompetenzen und Innovation in der Region.

 

Zwischenstand

Das Projekt Robot Hub Academie macht große Fortschritte, um die Attraktivität von Berufen in der Robotik am Oberrhein zu steigern.

Zahlreiche Schulpräsentationen und Veranstaltungen sensibilisierten Schüler für naturwissenschaftliche Karrierewege, teils mit gezielten Formaten für junge Frauen. An den ersten Summer Schools nahmen über 170 Personen teil, und aktuell wird an der nächsten gemeinsamen Aktion gearbeitet, der Upper Rhine mobile Challenge 2026. Der in fünf Module gegliederte Roboter-Kompass wurde konzeptionell fertiggestellt und soll er in die Testphase übergehen, in der die Module auf Verständlichkeit erprobt werden.

Eine aktive Kommunikation sorgt für hohe Sichtbarkeit. Bis Projektende liegt der Fokus auf der Optimierung der entwickelten Instrumente sowie des Roboter-Kompasses, der Stärkung der Partnerschaften und der Ausweitung der Wirkung in den Zielgruppen.

 

Letzte Aktualisierung am 25.02.2026

 


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Publié par SchwoobAline le Dienstag 7 April 2026

Projektziele

Im grenzüberschreitenden Raum Straßburg-Ortenau stellt die berufliche Mobilität für arbeitsmarktferne Personengruppen nach wie vor eine Herausforderung dar. Neben der Befassung mit den administrativen Hindernissen verfolgt das Grenzüberscheitende Ressourcenzentrum für Beschäftigung, das im Herbst 2023 im Third Place Kaleidoscoop in Straßburg eröffnet wurde, das Anliegen, Beschäftigung in einem auf beiden Seiten des Rheins offenen Arbeitsmarkt verstärkt neu zu konzipieren.

Dieser kostenlose und für alle (Studierende, Arbeitsuchende, Arbeitgeber) zugängliche Ort bietet an fünf Tagen in der Woche konkrete Aktionen an: interkulturelle Workshops, Unternehmensbesuche, Treffen von Unternehmensgründern und Arbeitgebern und vieles mehr. Darüber hinaus dient das Ressourcenzentrum als eine Art Schleuse auf dem Weg zu einer individuellen Betreuung, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Servicestelle für grenzüberschreitende Arbeitsvermittlung in Kehl.

Durch bewusste Offenheit und Bürgernähe bringt das „Ressourcenzentrum“ die Bewohner des Gebiets wieder mit den grenzüberschreitenden Beschäftigungsmöglichkeiten zusammen und stärkt die lokale Zusammenarbeit.

 

Zwischenstand

Das seit September 2023 für die Öffentlichkeit zugängliche Grenzüberscheitende Ressourcenzentrum für Beschäftigung nimmt schrittweise Gestalt an.

Mehrere Formate haben ihr Publikum gefunden: zweisprachige Workshops, Unternehmensbesuche, Veranstaltungen für die Bewohner des Stadtviertels oder auch Afterwork-Events und Treffen für Arbeitgeber zu den Herausforderungen der grenzüberschreitenden Personalbeschaffung. Die Unterstützung von Unternehmensgründungen ihrerseits entwickelt sich im Rahmen von Sprechstunden, Pitching-Abenden und Ideenlabors. Durch die Bandbreite der angebotenen Veranstaltungen etabliert sich der Ort im Projektgebiet.

Da das Ressourcenzentrum als lebendiger Raum konzipiert ist, wird sein Angebot auch anhand der jeweiligen Rückmeldungen stetig angepasst. Dementsprechend wurden einige weniger nachgefragte Aktionen zugunsten zukunftsträchtigerer Formate neu ausgerichtet. Diese flexible Dynamik, die von engagierten Partnern getragen wird, eröffnet Perspektiven für die Konsolidierung eines grenzüberschreitenden Dienstleistungsangebots, das auf die lokalen Realitäten abgestimmt ist.

 

Letzte Aktualisierung am 04.11.2025

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Deutsch-französische Kontaktstelle in der Grenzregion

Publié par SchwoobAline le Dienstag 7 April 2026

Deutsch-französische Kontaktstelle in der Grenzregion

Projektziele

Das Projekt Justiz ohne Grenzen hat zum Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern am Oberrhein, die mit grenzüberschreitenden Rechtsstreitigkeiten konfrontiert sind, den Zugang zur Justiz zu erleichtern. Dieser kostenlose Service bietet Privatpersonen die Möglichkeit, zu den Verfahren in den unterschiedlichen Rechtssystemen Informationen und Beratung in ihrer Muttersprache zu erhalten. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten so die Möglichkeit, sich von zweisprachigen Rechtsexperten begleiten zu lassen, die auf verschiedene Rechtsgebiete wie Arbeitsrecht oder Familienrecht spezialisiert sind. Mit dem Projekt wird angestrebt, die Hindernisse zu beseitigen, die sich durch die Unkenntnis des Rechtssystems im jeweiligen Nachbarland, die Sprachbarriere und die schwierige Suche nach kompetenten Fachleuten ergeben. Auf diese Weise soll ein stärkerer Verbraucherschutz im grenzüberschreitenden Kontext gewährleistet werden.

Zwischenstand

Seit dem Start des Projekts Justiz ohne Grenzen wurden über 1700 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern bearbeitet, die mit grenzüberschreitenden Rechtsstreitigkeiten konfrontiert sind. Im Rahmen der monatlichen Sprechstunden wurden mehr als 650 Beratungen durchgeführt. Diese kostenlose und individuelle rechtliche Unterstützung trägt dazu bei, Sprachbarrieren zu überwinden und den Zugang zu einer fachspezifischen Rechtsberatung auf grenzüberschreitender Ebene zu erleichtern. Die bisherigen Ergebnisse belegen die Wirksamkeit des Projekts beim Schutz der Bürgerrechte in der grenzüberschreitenden Oberrheinregion. Darüber hinaus konnte das Projekt den Sieg beim Storytelling-Wettbewerb Interreg Slam 2024-2025 erringen – eine Anerkennung seines innovativen Charakters und seiner positiven Auswirkungen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

 

Letzte Aktualisierung am 15.10.2025

 


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Raumkonzept Oberrhein

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Raumkonzept Oberrhein

Ein Orientierungsrahmen unter dem Titel „eine gemeinsame Zukunft für den Oberrheinraum“, der 2001 veröffentlicht wurde, wurde von der Arbeitsgruppe (AG) Raumordnung der Oberrheinkonferenz erstellt. Dieses Dokument besteht aus einer Untersuchung der Raumordnungspolitiken, einer detaillierten Analyse der Stärken, Schwächen, Vorzüge und Nachteile des Oberrheins in zahlreichen Bereichen (Demographie, Städtebau, Siedlungswesen, kollektive Infrastrukturen, Verkehr, wirtschaftliche Entwicklung, Tourismus, Umwelt) und zielte darauf ab, eine gemeinsame, grenzüberschreitende Raumordnungspolitik zu gestalten. Die Oberrheinkonferenz war der Ansicht, dass dieses Dokument aktualisiert werden muss, da es zwar eine nachhaltige Entwicklung des Oberrheins befürwortet, jedoch einige aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel oder den Verlust der Biodiversität nicht ausreichend berücksichtigt.

Für öffentliche Entscheidungsträger, Planungsakteure und Planungsbehörden stellt sich die Frage, wie sie eine gemeinsame Vision für die grenzüberschreitende Raumplanung am Oberrhein verabschieden können, die effizient, umfassend, abgestimmt, aber vor allem auch nachhaltig und umweltverträglich ist.

Und wenn der beste Weg, diese Herausforderung zu meistern, darin bestünde, den Orientierungsrahmen zu aktualisieren, um ein gemeinsames Raumkonzept für diese regionalen und lokalen Akteure zu erarbeiten?

 

Aus diesem Grund soll der 2001 veröffentlichte Orientierungsrahmen hin zu einem Raumkonzept Oberrhein überarbeitet werden. Aufbauend auf den Inhalten der in den drei Ländern bestehenden Planungsinstrumenten wird das Raumkonzept gemeinsame Leitprinzipien für die Entwicklung des Oberrheingebiets definieren und eine Visualisierung der angestrebten Raumentwicklung durch kartographische Darstellungen enthalten. Das Raumkonzept Oberrhein wird die Antwort auf die verschiedenen Herausforderungen unserer Zeit sein, indem es einen Planungshorizont für die nächsten 20 Jahre anstrebt und allen lokalen Akteuren der Raumplanung eine relevante und nützliche Planungsgrundlage bieten wird. Das neue Dokument wird sich an die grenzüberschreitenden Institutionen und die Bürger richten, denen somit ein verständliches Bild der grenzüberschreitenden Raumentwicklung zur Verfügung stehen wird. Der Prozess zur Erstellung des Dokuments wird das gegenseitige Verständnis und Wissen über Fragen der Raumentwicklung durch einen intensiven Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Raumplanung in den drei Ländern fördern.

In der ersten Phase des Projekts werden die auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene verfügbaren Raumplanungsdokumente in den drei beteiligten Ländern analysiert und verschiedene Daten ausgewertet. Parallel dazu werden Interviews mit den Raumplanern der zuständigen Behörden geführt, um spezifische Fragen, wie z.B. den Umgang mit der grenzüberschreitenden Situation, zu beantworten. Mehrere Entwurfsversionen des Dokuments werden erstellt und anschließend in einem Workshop vorgelegt, bei dem die AG Raumordnung der Oberrheinkonferenz über die zu verwendende Version entscheiden wird.

In der zweiten Phase, die für 2024 vorgesehen ist, wird die gewählte Version weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wird ein zweiter Workshop mit einem erweiterten Kreis von Akteuren der Raumplanung am Oberrhein organisiert, um deren Wissen einzubeziehen und eine breite Zustimmung zum Raumkonzept Oberrhein zu fördern. Der Entwurf wird überarbeitet und vor seiner Fertigstellung erneut in der AG Raumordnung diskutiert. Es ist auch vorgesehen, ihn Ende 2024 der Plenarversammlung der Oberrheinkonferenz vorzulegen.

In der letzten Phase, im Jahr 2025, ist die Verbreitung des Schlussdokuments an alle betroffenen Akteure vorgesehen: Raumplaner, Städteplaner, Abgeordnete, Bürger. Somit ist sichergestellt, dass es alle zur Kenntnis nehmen und anwenden können. Die Oberrheinkonferenz, die Collectivité Européenne d’Alsace als Projektträger und die verschiedenen Projektpartner übernehmen die Kommunikation. Hierzu sind zwei bis drei Veranstaltungen pro Land zur Erhöhung der Akzeptanz der Beteiligten für das Raumkonzept, vorgesehen.

 

Bis zum Ende des Projekts werden mehrere Dutzend lokale Akteure der drei Länder, die auf Raumplanung spezialisiert sind, über das neue Raumkonzept informiert und somit über eine gemeinsame Grundlage für die Raumplanung am Oberrhein verfügen. Die Wirksamkeit des Projekts hängt von einer guten Kommunikation ab. Diese wirddurch die in der AG Raumordnung der Oberrheinkonferenz organisierten Workshops, durch die Vorlage des endgültigen Entwurfs an der Plenarversammlung der Oberrheinkonferenz im Dezember 2024, durch Kommunikationsveranstaltungen und verschiedene Anlässe, die innerhalb der Gebiete stattfinden, ermöglicht.


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Für grenzüberschreitende Mobilität in der beruflichen (Aus-) Bildung und Berufsorientierung von jungen Menschen am Oberrhein

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Für grenzüberschreitende Mobilität in der beruflichen (Aus-) Bildung und Berufsorientierung von jungen Menschen am Oberrhein

Nach der langen Pandemie-Phase und angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen bedarf es am Oberrhein neuer Impulse für grenzüberschreitende Mobilität junger Menschen in der beruflichen Bildung und Ausbildung. Eine mehrdimensionale Initiative, die junge Menschen ermutigt, Berufserfahrungen auf der anderen Seite der Grenze zu wagen, ist notwendig, um mittelfristig den grenzüberschreitenden Charakter des Arbeitsmarktes zu stärken.

Materielle und psychologische Hindernisse beschränken junge Menschen in der beruflichen Bildung und Ausbildung bei dem Schritt, eine berufliche Erfahrung jenseits der Grenze zu wagen. Außerdem mangelt es in diesem Bereich an Gegenseitigkeit: Junge Menschen an berufsbildenden Schulen oder in der dualen Ausbildung auf der deutschen Seite des Oberrheins überqueren weniger leicht die Grenze, erhalten nicht die gleiche Förderung wie Jugendliche aus dem Elsass, und gemeinsame Projekte bleiben schwierig umzusetzen.

Aus Sicht des DFJW und seiner grenzüberschreitenden Partner trägt das Projekt „Regio Lab“ dazu bei, die Situation junger Menschen zu verbessern, indem es in den Bereichen Sensibilisierung, Vorbereitung, Begleitung und Wertschätzung von grenzüberschreitender Mobilität finanzielle, logistische und pädagogische Lösungen anbietet.

Aus diesem Grund wird eine Reihe von Angeboten ausgearbeitet:

  • Themen-Labs, um die betroffenen Akteure zu konkreten Fragestellungen der grenzüberschreitenden Mobilität zusammenzubringen;
  • Ein Netzwerk von Botschafter:innen des Regio Labs, die Workshops zur Sensibilisierung an Schulen halten werden ;
  • Ein umfassendes Angebot für den Besuch von Jobmessen: Gemeinschaftsstände über Chancen und Möglichkeiten, ins Nachbarland zu gehen, eine
  • interkulturelle Rallye als Handy-App, Austauschforen für Lehrkräfte und Unternehmen ;
  • Eine Fortbildungsreihe für Lehrkräft samt Ausarbeitung einer Vielzahl von Arbeitsmaterialien in verschiedenen Formaten;
  • Förderinstrumente für kurze Gruppen- und Einzelreisen, die das bestehende Angebot ergänzen;
  • ein Pilotprojekt / Schulversuch eines mehrjährigen grenzüberschreitenden Berufsorientierungsprogramms an berufsbildenden Schulen;
  • Veranstaltungen zur Vorstellung, Bewertung, Anpassung und Verstetigung der Angebote des Regio Labs.

Schließlich wird eine Evaluation der verschiedenen Angebote des Regio Labs durchgeführt und den Anlass zu einer internationalen Konferenz am Ende der Projektlaufzeit geben. Somit können Partner, Begünstigte und Fachleute (u.a. aus anderen Grenzregionen) gemeinsam Empfehlungen über Anpassungen, Verstetigung und Übertragung der Angebote des Regio Labs formulieren.

Nach Abschluss des Projekts werden etwa 40 Botschafter:innen die Schulung durchlaufen haben und bei 64 Workshops etwa 1600 Schüler:innen sensibilisiert haben. 120 Lehrkräfte werden an einen Fortbildungszyklus und 200 Personen außerdem an Austauschforen zwischen Schulen und Unternehmen teilgenommen haben. Ca. 2000 junge Menschen werden durch Stipendien oder Subventionen des DFJW gefördert worden sein, die im Rahmen des Regio Labs verwaltet werden.

Etwa 50 Arbeitsmaterialien werden entwickelt worden sein, darunter eine Handy-App und drei oder mehr Videos / Erklärfilme, und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

4 deutsche und 4 französische Klassen werden den Schulversuch vollständig durchlaufen haben, und in diesem Rahmen werden 80 Praktika vermittelt, finanziert und begleitet worden sein. 246 grenzüberschreitende Auszubildende werden an mindestens einem interkulturellen Begleitseminar teilgenommen haben.

 


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Grenzüberschreitender Schutz der Atmosphäre -Beobachtungsstelle Luft-Klima-Energie und Entscheidungshilfe für Aktionen am Oberrhein

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Grenzüberschreitender Schutz der Atmosphäre -Beobachtungsstelle Luft-Klima-Energie und Entscheidungshilfe für Aktionen am Oberrhein

Projektziele

In Europa, wie auch am Oberrhein, kennt die Luftverschmutzung keine Grenzen. Sie wirkt sich auf die Gesundheit der Bevölkerung und der Ökosysteme aus und belastet den Klimawandel erheblich. Angesichts dieser gemeinsamen Probleme sind die Verbesserung der Luftqualität und die Eindämmung des Klimawandels gemeinsame Herausforderungen. Es ist jedoch schwierig, grenzüberschreitend auf der Grundlage inhomogener Indikatoren in Bezug auf Umweltverschmutzung, Klima oder Energie zu handeln.

Atmo-Rhena PLUS schlägt eine Antwort mit der Einrichtung einer grenzüberschreitenden Beobachtungsstelle für Luft, Klima und Energie vor, die quantifizierte und vergleichbare Überwachungsindikatoren bereitstellt und die gemeinsame politische Entscheidungsfindung erleichtert.

Das Projekt zielt darauf ab, Entscheidungsträger auf beiden Seiten der Grenze mit Tools auszustatten, um ihre Maßnahmen zu koordinieren und die Treibhausgas- und Schadstoffemissionen auf dem Territorium nachhaltig zu reduzieren.

Zwischenstand

Das Projekt Atmo-Rhena PLUS hat seine grenzüberschreitende Beobachtungsstelle für den Oberrhein veröffentlicht, bestehend aus:

  • den Luft-Klima-Energie-Dashboard mit harmonisierten Daten über den Energieverbrauch, die Treibhausgas- und Schadstoffemissionen und die Energieerzeugung
  • das Luftqualitätsportal zur Live-Einsicht der Luftqualitätsmessungen der Stationen am Oberrhein, der Luftqualitätsvorhersagen nach den französischen, deutschen und schweizerischen Indizes und der jährlichen Konzentrationsdaten

Diese beiden Instrumente unterstützen die Grenzübergreifende Klima- und Energiestrategie für die Trinationale Metropolregion Oberrhein, die 2024 aktualisiert wurde.

Die veröffentlichten Broschüren zu Energieverbrauch, Ammoniakmessungen, Rußmessungen und Fahrzeugabgasmessungen im Großraum Basel bieten außerdem eine detaillierte Analyse der Schadstoffursachen und Lösungen zu deren Reduzierung.

 

Letzte Aktualisierung am 27.10.2025

 


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Förderung und Inwertsetzung der Burgen am Oberrhein

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Förderung und Inwertsetzung der Burgen am Oberrhein

Projektziele

Das Projekt „Burgen am Oberrhein“ wertet ein einzigartiges mittelalterliches Erbe von 1.000 Burgen auf, die zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert im Oberrheintal errichtet wurden und eine gemeinsame historische und architektonische Identität teilen.

An dem Projekt sind 37 Partner (Institutionen, Akteure aus Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie Vereine) aus den drei Ländern beteiligt. Es gibt vier Teilbereiche:

  • Forschung (Sammlung und Austausch von Wissen, Erstellung von Datenbanken, archäologische Ausgrabungen, wissenschaftliche Kolloquien und Veröffentlichungen)
  • Unterhaltung (jährliches Festival, mobile Schatzsuche, Ausstellungen, Infovideos, 3D-Modelle)
  • Werbung (touristische Veranstaltungen, gemeinsame Beschilderung)
  • Engagement (Vernetzung der Burgen, Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen)

Der Oberrhein soll zu einem einzigartigen Kulturreiseziel werden – mit den Burgen als Botschafter eines reichen und gemeinsamen grenzüberschreitenden Erbes.

 

Zwischenstand

Das Projekt „Burgen am Oberrhein“ konnte bereits mehrere bedeutende Fortschritte bei der Aufwertung der Burgen in der Oberrheinregion erzielen.

Es wurde eine auf dem aktuellen Stand befindliche Datenbank aufgebaut, die sowohl Forschung als auch Tourismusförderung erleichtert. Der Projektpartner INSA Strasbourg hat 3D-Modelle von Burgen erstellt (z. B. der Wasenburg und der Oedenburg), bei denen es sich um detaillierte historische Rekonstruktionen handelt. An mehreren Standorten wurden einheitliche Informationstafeln aufgestellt, um den Besuch der Burgen noch attraktiver zu machen. Die App „Burgen und Legenden“ bietet mit einer interaktiven Schatzsuche die Möglichkeit für eine spielerische Erkundung der Burgen.

Diese Ergebnisse zeugen von der grenzüberschreitenden Dynamik des Projekts und seinem Engagement für den Erhalt und die Förderung des mittelalterlichen Erbes am Oberrhein.

 

Letzte Aktualisierung am 13.10.2025

 


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Schutz des aquatischen Diversität und Verringerung der Gewässerverschmutzung an der Wieslauter – Klimawandelangepasstes Management

Publié par Anne-Sophie Mayer le Dienstag 7 April 2026

Schutz des aquatischen Diversität und Verringerung der Gewässerverschmutzung an der Wieslauter – Klimawandelangepasstes Management

Projektziele

Das Hauptziel des Projekts RiverDiv ist der nachhaltige Schutz der aquatischen Biodiversität und der Wasserqualität der durch Deutschland und Frankreich fließenden Wieslauter. Aufgrund der ökologischen Bedeutung und der vielfältigen Nutzung dieses Flusses strebt das Projekt einen kollaborativen Ansatz an, der eine große Bandbreite von Akteuren einbezieht: von Fischereiverbänden und Angelvereinen über zuständige Behörden bis hin zu den Wasserversorgern sowie nicht zuletzt die breite Öffentlichkeit, die den Fluss für Freizeitaktivitäten und zur Erholung nutzt.

Am Ende des Projekts werden diese Akteure über einen Katalog konkreter Maßnahmen, eine geeignete Fortbildung und ein starkes grenzüberschreitendes Netzwerk verfügen. Auf diese Weise werden sie in der Lage sein, auf dem Fundament geteilter Fachkenntnisse zusammenzuarbeiten, um den Herausforderungen zu begegnen, die der Klimawandel mit sich bringt.

Zwischenstand

Seit Beginn des Projekts wurden Messungen an der Wieslauter durchgeführt, um ihren chemischen und ökologischen Zustand zu bewerten. Des Weiteren wurden klimatische Modellierungen erstellt, um die Risiken von Wetterextremen (Starkregen, Hitzetage, Dürren) für das Gewässer und seine Artenvielfalt abzubilden. Anhand der Daten wurde eine Informationsbroschüre über die Temperaturbedingungen und das Vorkommen verschiedener Fischarten veröffentlicht. Diese Informationsquelle dient dem besserem Verständnis des aquatischen Ökosystems und hilft den lokalen Akteuren dabei, fundierte Entscheidungen für dessen Erhaltung zu treffen.

Des Weiteren konnten sich im Rahmen des “RiverClub” regelmäßig Angler grenzüberschreitend verständigen und ihre Erfahrungen austauschen. Diese Veranstaltungen boten die Möglichkeit, das Bewusstsein für die Bedeutung der nachhaltigen Fischerei zu schärfen und die Beziehungen zwischen den Gemeinden aus beiden Ländern zu stärken.

 

Letzte Aktualisierung am 13.10.2025

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