
In der Umsetzung Vom 01/07/2023 bis zum 30/09/2026
Biodiv’Beweidung

In der Umsetzung Vom 01/07/2023 bis zum 30/09/2026
Biodiv’BeweidungProjektträger :
Projektpartner :
Teilnehmende Regionen :
Seit den 60er Jahren nimmt die biologische Vielfalt ab, auch im Ramsar-Gebiet Oberrhein. Der Reichtum an Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in offenen und halboffenen Habitaten ist bedroht. Lebensräume, die früher natürlich durch Überschwemmungen oder Beweidung bewahrt wurden, werden heute oft durch den Einsatz von Maschinen erhalten, was nicht sonderlich nachhaltig und wenig umweltfreundlich ist. Das Projekt Biodiv’Beweidung, das von elsässischen und badischen Naturschutzvereinen getragen wird, hat zum Ziel, die Auswirkungen einer extensiven Beweidung auf diese empfindlichen Lebensräume besser zu verstehen. Es geht darum, die besten Bedingungen für die Umsetzung zu ermitteln: geeignete Tierarten, Besatzdichte, Methoden der Bewirtschaftung, Kosten, Absatzmöglichkeiten und gesetzliche Anforderungen. So sollen ökologische Wiederherstellung, nachhaltige Bewirtschaftung und langfristige wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang gebracht werden.
Das Projekt Biodiv’Beweidung befindet sich in der Phase des Wissensaustausch und der Erprobung unter Realbedingungen.
Die französischen und deutschen Teams führen Untersuchungen zum ökologischen und wirtschaftlichen Potenzial der naturnahen Beweidung durch. Anhand einer harmonisierten Vorgehensweise analysieren sie durch Beweidung oder maschinell bewirtschaftete Standorte am Oberrhein und in anderen Regionen Europas. Derzeit wird an einer Zusammenstellung von Studien und Erfahrungsberichten gearbeitet. Parallel dazu weiden an einem Versuchsstandort in halbfreier Haltung elf Highland-Cattle-Rinder, die konkrete Daten liefern. Anhand dieser Informationen wird es möglich sein, geeignete Pilotstandorte für die naturnahe Beweidung zu finden.
Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse zur Entwicklung von praxisnahen Tools für Bewirtschafter von natürlichen Lebensräumen, Viehzüchter und die beteiligten Gebietskörperschaften genutzt werden.