Für grenzüberschreitende Mobilität in der beruflichen (Aus-) Bildung und Berufsorientierung von jungen Menschen am Oberrhein
Für grenzüberschreitende Mobilität in der beruflichen (Aus-) Bildung und Berufsorientierung von jungen Menschen am Oberrhein
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 16 August 2026

Projektziele
Am Oberrhein stößt die grenzüberschreitende Mobilität junger Menschen in der Berufsausbildung auf materielle und psychologische Hindernisse sowie auf einen Mangel an Gegenseitigkeit zwischen Frankreich und Deutschland. Das Projekt Regio Lab hat zum Ziel, diese Hindernisse zu beseitigen und die jungen Menschen zu ermutigen, Berufserfahrung auf der anderen Seite der Grenze zu sammeln.
Es bietet einen umfassenden Ansatz: Sensibilisierung, Begleitung sowie logistische, finanzielle und pädagogische Unterstützung. Junge Botschafterinnen und Botschafter des Regio Labs leiten Workshops, Austauschforen bringen Schulen und Unternehmen zusammen, Lehrmaterial wird entwickelt und die Lehrkräfte erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Fortbildungsreihe.
In Pilotprojekten an weiterführenden Schulen werden Berufsorientierungsprogramme erprobt, die Praktika in einem grenzüberschreitenden Kontext beinhalten.
Mit all diesen Maßnahmen zielt Regio Lab darauf ab, die deutsch-französische Zusammenarbeit dauerhaft in den Bildungs- und Berufswegen zu verankern.
Zwischenstand
Mit dem Projekt Regio Lab wurden konkrete Fortschritte für die Förderung der grenzüberschreitenden beruflichen Mobilität von jungen Menschen am Oberrhein erzielt. Botschafterinnen und Botschafter des Regio Labs haben 64 Sensibilisierungsworkshops durchgeführt, an einer interkulturellen Rallye nahmen über 400 Schülerinnen und Schüler teil und in Unternehmen des jeweiligen Nachbarlandes fanden mehrere Praktika statt.
Die Kommunikation wurde durch die Erstellung mehrerer zielgruppenorientierter Materialien (Flyer, Goodies, digitale Tools) und einer aktiven Präsenz auf Jobmessen intensiviert. Ein Pilotprojekt bot acht Schulklassen aus Frankreich und Deutschland die Möglichkeit, sich an einem grenzüberschreitenden Berufsorientierungsprogramm mit individueller Begleitung zu beteiligen.
Diese konkreten Ergebnisse zeugen von einer positiven Dynamik. Sie tragen dazu bei, einige Mobilitätshindernisse zu beseitigen, auch wenn noch große Herausforderungen zu bewältigen sind, um es allen jungen Menschen zu erleichtern, Erfahrungen im grenzüberschreitenden Kontext zu sammeln.
Letzte Aktualisierung am 16.04.2026
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Biodiversität und Klimaanpassung in Gärten und Grünflächen im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 16 August 2026

Projektziele
Im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen mobilisiert das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ Einwohner, Schüler, Mandatsträger, Gemeindemitarbeitende sowie Fachleute für Grünflächenpflege für ein gemeinsames Ziel: die Förderung der lokalen Artenvielfalt. Das Projekt entwickelt einen partizipativen und pädagogischen Ansatz, der alle genannten Zielgruppen einbezieht.
Durch Sensibilisierungs-, Vermittlungs- und Schulungsmaßnahmen sollen sowohl in Privatgärten als auch im öffentlichen Raum Methoden und Vorgehensweisen gefördert werden, die die Tier- und Pflanzenwelt respektieren.
Das Projekt verfolgt das Ziel, die Verhaltensweisen nachhaltig zu verändern, die Verbindungen zwischen den Bürgern beiderseits der Grenze zu stärken und zu einer gemeinsamen Kultur der Erhaltung der Artenvielfalt auf deutsch-französischer Ebene beizutragen.
Zwischenstand
Seit seinem Start wurde das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ mit einer starken Dynamik vor Ort umgesetzt.
In den Schulen verwandeln die Schülerinnen und Schüler ihre Schulhöfe in Räume der biologischen Vielfalt, indem sie Gemüsegärten anlegen, Insektenhotels bauen und Regentonnen aufstellen. Ein Wettbewerb für nachhaltiges Gärtnern wurde ins Leben gerufen, um lokale Initiativen auszuzeichnen, die die Artenvielfalt in Gärten, auf Balkonen oder in öffentlichen Räumen fördern. Bei grenzüberschreitenden Fortbildungen kommen Mandatsträger, Techniker, Hobbygärtner und Profis zusammen, um umweltfreundliches Know-how zu vermitteln.
Besuche nachahmenswerter Gärten, praktische Workshops und wissenschaftliche Vorträge bieten die Gelegenheit, das Wissen zu vertiefen, den Austausch zwischen den Teilnehmenden zu fördern und das Thema Artenvielfalt nachhaltig in der täglichen Praxis zu verankern. Dem Projekt gelingt es, eine zunehmende Mobilisierung zu erreichen.
Letzte Aktualisierung am 04.11.2025
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600 Schülerinnen und Schüler aus dem Elsass absolvierten Praktika in insgesamt 400 deutschen Unternehmen
Publié par SchwoobAline le Sonntag 16 August 2026
Projekte
600 Schülerinnen und Schüler aus dem Elsass absolvierten Praktika in insgesamt 400 deutschen und Schweizer Unternehmen: So lautet die Bilanz des Projekts Eurostage 2020, die auf dem Abschlusstreffen am 14. September 2020 vorgestellt wurde. Ein großer Erfolg für den Verein ELTERN Alsace, der nun daran arbeitet, dieses Angebot dauerhaft einzurichten.
Rückblick auf die Ziele von Eurostage 2020
Während die Unternehmen in Deutschland Schwierigkeiten haben, Stellen zu besetzen, sehen sich die jungen Menschen in Frankreich damit konfrontiert, immer weniger berufliche Perspektiven zu haben. Was liegt also für die jungen Menschen in Frankreich näher, als in Deutschland eine Beschäftigung zu suchen? So würden beide Seiten profitieren! Dazu ist es allerdings notwendig, die kulturellen Hindernisse überwinden zu wollen (bzw. zu können). Genau an diesem Punkt tritt Eurostage 2020 auf den Plan: Die Schülerinnen und Schüler der bilingualen 9. Klassen erhalten die Möglichkeit, ein Schnupperpraktikum in einem deutschen Unternehmen zu absolvieren, wobei sowohl die Reisekosten als auch die Kosten für die Unterbringung vor Ort übernommen werden. Diese Kostenübernahme gewährleistet vor allem einen gleichberechtigten Zugang zu diesem Angebot für alle interessierten Schülerinnen und Schüler.
Ganz in diesem Sinne ist der Verein ELTERN Alsace zunächst im Rahmen verschiedener Messen auf die Unternehmen zugegangen. Nach einer Präsentation des Projekts wurden die interessierten Unternehmen in eine Datenbank aufgenommen. Anschließend wurden diese Unternehmen nach Wirtschaftssektoren gruppiert, sodass den künftigen Praktikantinnen und Praktikanten Angebote entsprechend ihren beruflichen Vorstellungen gemacht werden konnten. Geholfen bei der Praktikumssuche haben auch die für die jeweiligen Klassen zuständigen Lehrkräfte, die ebenfalls einen Beitrag zum Aufbau der besagten Datenbank geleistet haben.
„Das Projekt passt perfekt zur aktuellen wirtschaftlichen Situation in der Oberrheinregion und ermöglicht es, wieder für Dynamik auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt zu sorgen. Die Schülerinnen und Schüler entdecken die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland und der Schweiz und nutzen aktiv die Vorteile ihres bilingualen Bildungsgangs. Die Unternehmen ihrerseits haben die Gelegenheit, für ihr Ausbildungsangebot zu werben und bei den jungen Menschen aus dem Elsass berufliche Ambitionen zu wecken.“
Eine positive Bilanz, die jedoch durch die Pandemie beeinträchtigt wurde
Nachdem die Teilnehmerzahlen zwei Jahre lang exponentiell zugenommen hatten, änderte sich die Gesamtsituation natürlich durch die Pandemie, die zu einer erheblichen Verlangsamung der Fortschritte geführt hat. Zahlreiche Praktika wurden abgesagt, und die Schulen zeigten sich im Hinblick auf die Organisation neuer Auslandsaufenthalte im Schuljahr 2020/2021 zurückhaltender.
Dieser Verlust an Dynamik am Ende des Projekts änderte jedoch nichts daran, dass die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler begeistert aus Deutschland zurückkehrte! Dabei betonten sie vor allem, dass sie die Möglichkeit hatten, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und wirklich in die Arbeitswelt einzutauchen. Ein Schüler hat sogar direkt nach seinem Praktikum einen Ausbildungsvertrag unterschrieben!
Ein Angebot, das unbedingt dauerhaft eingerichtet werden sollte
Die Kofinanzierung durch das Interreg-Programm hat es dem Verein ELTERN Alsace ermöglicht, seine Organisationsstruktur zu festigen und sich mit leistungsstarken Instrumenten auszustatten. Inzwischen sind mehr als 800 deutsche und Schweizer Unternehmen bereit, regelmäßig junge Praktikantinnen und Praktikanten aus Frankreich aufzunehmen. Die anderen Partner des Projekts haben ihre Bereitschaft signalisiert, ihre Unterstützung fortzusetzen, damit auf jeden Fall die Organisation von Auslandsaufenthalten weiterhin möglich ist. Denn „die Zielgruppe wird es immer geben: Jedes Jahr gibt es neue Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse, die ein Berufspraktikum absolvieren müssen“, betont der Präsident des Vereins ELTERN Alsace, Claude Froehlicher.
Auf der abschließenden Sitzung des Projekts wurden auch zahlreiche Ideen zum Ausbau des Angebots erörtert: die Möglichkeit eröffnen, Praktika über die Oberrheinregion hinaus in ganz Deutschland zu absolvieren; Kontakt zu den Lycées professionnels (Berufsschulen) oder den Lycées mit einem AbiBac-Zweig aufnehmen etc. Die Vielzahl dieser Anregungen lässt eine noch engere Zusammenarbeit zwischen den Bildungsakteuren und den Akteuren des Arbeitsmarktes dies- und jenseits des Rheins erwarten!
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Deutsch-Französisches duales Studium am Oberrhein: Markt- und Machbarkeitsstudien
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 16 August 2026

ERLEICHTERUNG DES ZUGANGS ZU DUALEN STUDIENGÄNGEN IM FRANZÖSISCH-DEUTSCHEN RAUM
Da die grenzüberschreitenden dualen Hochschulstudiengänge aufgrund des mit ihnen verbundenen Verwaltungsaufwands weniger attraktiv sind, haben die Partner des Projekts EMMA eine Vorstudie zur Untersuchung des Marktes und der Machbarkeit eines deutsch-französischen dualen Studiums in der grenzüberschreitenden Region durchgeführt. Die hierfür erforderliche Feldarbeit erfolgte in Kooperation mit Unternehmen und externen Fachleuten und hatte zum Ziel, das Angebot an dualen Hochschulstudiengängen im deutsch-französischen Oberrheinraum zu verbessern.
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Bildung und Zweisprachigkeit
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 16 August 2026
Projekte Programm
Bis heute hat Interreg am Oberrhein zahlreiche Projekte unterstützt, um das gegenseitige Kennenlernen zu fördern und die Zweisprachigkeit von klein auf zu unterstützen – wichtige Voraussetzungen dafür, das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer grenzüberschreitenden zu entwickeln. Deshalb blicken wir an dieser Stelle auf einige der symbolträchtigsten Ergebnissen von Interreg in diesem Bereich zurück.
Das grenzüberschreitende Schulbuch „Leben am Oberrhein“: Ein grundlegendes Projekt

Das Oberrhein-Lehrbuch wurde auf Initiative der Oberrheinkonferenz und mit Unterstützung von Interreg II ins Leben geufen. Es enthält unter anderem Kapitel zu Natur und Umwelt, Geschichte, dem Arbeitsleben, Wohnen, Freizeitaktivitäten und Bräuchen in den drei Staaten am Oberrhein. Einige Passagen sind in deutscher, andere in französischer Sprache verfasst, so dass die Zweisprachigkeit über die Übermittlung der Inhalte hinaus gefördert wird.
Eine aktualisierte und angereicherte digitale Version des 1999 veröffentlichten zweisprachigen Ordners ist auch heute noch online verfügbar. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer finden dort interaktive Präsentationen, Arbeitsblätter zum Ausdrucken und viele weitere Materialien.
Die Sprache des Nachbarn außerhalb der Schule entdecken
Die im Rahmen des Projekts „Eine Natur, zwei Sprachen, ein Netzwerk“ (Interreg IV, 2010-2013) entstandene Materialsammlung „Grenzüberschreitend die Natur und Umwelt entdecken“ sammelt Ideen für Umweltprojekte, den Spracherwerb und interkulturelles Lernen. Sie wird in Form einer Mappe mit praktischen Informationsblättern präsentiert und schlägt zahlreiche Aktivitäten vor, die im Rahmen des grenzüberschreitenden Schulaustauschs durchgeführt werden können.
Diese Themenblätter, die sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler im Alter von 7 bis 11 Jahren richten, können auch unter www.1natur2sprachen1netzwerk.eu heruntergeladen werden.
Ein weiteres Leuchtturmprojekt aus der Interreg-IV-Förderperiode ist das trinationale Schülerforschungszentrum „Phaenovum“. Es bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 19 Jahren die Möglichkeit, ihre Kreativität zu entfalten und selbstständig und interdisziplinär zu forschen und grenzüberschreitende Kontakte zu knüpfen. Der so entstandene Austausch fördert unter anderem die Zweisprachigkeit und die Entwicklung interkultureller Kommunikationsfähigkeiten.
Wenn Sprachenlernen Spaß macht… sogar digital!
Die Jahre ab 2010 markieren mit der Einführung innovativer Technologien und neuer digitaler Verfahren einen Wendepunkt in der Geschichte der Projekte mit Bezug zum Spracherwerb. Zweisprachigkeit wird nun zunehmend auch spielerisch erworben. Während sich das Projekt zur Entwicklung eines virtuellen Immersionsspiels „Eveil 3D“ (Interreg IV, 2013) eher an Hochschulstudenten richtet, entstehen daneben auch innovative Projekte für jüngere Lernende.
Das Online-Lernspiel „Der Weltenbummler“ ist seit 2017 verfügbar. Es richtet sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler der Grundschule, ist aber auch für andere Zielgruppen über www.mein-weltenbummler.eu frei zugänglich.
In diesem Spiel begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Reise durch die vier Eurodistrikte am Oberrhein, wo verschiedene Rätsel auf sie warten, die sie in der Sprache des Nachbarn oder in ihrer eigenen Sprache lösen müssen, wenn sie sich noch nicht wohl genug fühlen. Dabei erfahren sie mehr über die Reichtümer der trinationalen Oberrheinregion.

Die im Jahr 2020 eingeführte Anwendung Avenkraft – hervorgegangen aus dem Projekt „Rheingold“ – ist eine mobile App, die 13- bis 15-Jährigen eine aufregende virtuelle Odyssee entlang des Rheins voller Herausforderungen und Gefahren bietet, auf der sie 25 trinationale Prominente treffen. Ziel am Ende des Spiels ist es, durch mündliche Dialoge mehr als 400 deutsche und französische Wörter aus dem Alltag in ihrem Wortschatz zu zählen.
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Abschlussveranstaltung – Weltenbummler
Publié par SchwoobAline le Sonntag 16 August 2026
Projekte
Das Projekt Weltenbummler –Passe-Partout endet am 31. Dezember 2020 nach einer Laufzeit von insgesamt vier Jahren. Auch darüber hinaus wird der Weltenbummler natürlich weiterhin unter www.mein-weltenbummler.eu verfügbar sein und Schülerinnen und Schülern ab acht Jahren aus dem ganzen Oberrheingebiet ermöglichen, diese grenzüberschreitende Region zu entdecken.
Die Projektergebnisse werden am Dienstag, den 1. Dezember 2020 durch eine Videokonferenz präsentiert.
Weitere Informationene und Anmeldung auf die Webseite des Eurodistrikts PAMINA
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Erfolg ohne Grenzen
Publié par SchwoobAline le Sonntag 16 August 2026
Projekte
Förderung der deutsch-französischen Integration des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes
Grenzüberschreitender Austausch und Mobilität sind in den Alltag der BewohnerInnen am Oberrhein fest integriert. Insbesondere zwischen Deutschland und Frankreich gibt es viele GrenzgängerInnen, die für ihre beruflichen Tätigkeiten täglich von der Nähe zum Nachbarland profitieren.
Dank einer großangelegten Kommunikationskampagne haben über 2700 SchülerInnen durch Schnupperpraktika oder Besichtigungen von Unternehmen, die Arbeitswelt und Kultur im Nachbarland kennenlernen dürfen. Zwischen 2016 und 2018 haben sich 218 junge Menschen für eine grenzüberschreitende Ausbildung entschieden und über 600 Arbeitssuchende konnten von grenzüberschreitenden Weiterbildungsmöglichkeiten profitieren.
Um auch in Zukunft jungen Menschen weiterhin schon früh grenzüberschreitende Perspektiven für ihr Berufs- aber auch Privatleben zu eröffnen, gibt es das Projekt „Réussir sans frontières – Erfolg ohne Grenzen“. Das Projekt richtet sich an junge Erwachsene aus Baden, der Südpfalz oder der Région Grand Est, die eine Berufsausbildung oder ein duales Studium absolvieren möchten.
Ein umfangreiches Angebot an grenzüberschreitenden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und eine individuelle Beratung für BewerberInnen und Unternehmen aus Deutschland und Frankreich, die zur Förderung der grenzüberschreitenden Beschäftigung und des Wirtschaftswachstumes am Oberrhein beitragen.
Das Projekt „Erfolg ohne Grenzen“ hatte sich für mehrere Aktionen auch mit dem Projekt „Emploi 360“ zusammengeschlossen. Mit Schwerpunkt auf dem Gebiet des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau zielte „Emploi 360“ auf die Sensibilisierung und Unterstützung von Arbeitssuchenden in Straßburg bei der Arbeitssuche in Deutschland ab.
Für länderübergreifende Bildung begeistern
Im September 2013 unterzeichnete die Oberrheinkonferenz ein Rahmenabkommen zur grenzüberschreitenden Berufsbildung, die jungen Menschen im Oberrhein ermöglicht, die Theorie- und Praxisphase ihrer Ausbildung oder ihres dualen Studiums zwischen Deutschland und Frankreich aufzuteilen. In diesem Zuge wurde auch das Projekt „Erfolg ohne Grenzen“ ins Leben gerufen. Dank der Interreg Förderung und der Unterstützung weiterer 33 deutscher und französischer Partner, konnte das Projekt ab 1.1.2016 bis 31. Dezember 2018 umgesetzt werden.
Ziel dieser Initiative war es, junge Menschen aus Deutschland und Frankreich bereits zu Beginn ihrer Berufsbildung für grenzüberschreitende Mobilität zu sensibilisieren und hierfür weitere Betriebe aus beiden Ländern zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurde versucht, die grenzüberschreitenden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bekannter zu machen und potenzielle BewerberInnen mit interessierten Unternehmen, gezielter in Kontakt zu bringen.
Mit dem Projekt „Erfolg ohne Grenzen“, konnte das Bildungsangebot besser auf die Nachfrage der Unternehmen abgestimmt werden. Denn, von Seiten der Unternehmen, sowohl in Deutschland als auch in Frankreich, wächst die Nachfrage nach Fachkräften aus dem Nachbarland, die bereits interkulturellen Erfahrungen mitbringen.
Das Projekt läuft weiter…
Auf der Grundlage dieses ersten Erfolgs hat die Region Grand Est die Marke „Réussir sans frontière“ eingetragen, um ihre grenzüberschreitenden Ausbildungskurse zu kennzeichnen. Sie stellt weiterhin Informationen und Stellenangebote auf der Website https://www.erfolgohnegrenzen.eu/ zur Verfügung und aktualisiert diese. Die Kommunikation über das für das Projekt eingerichtete Facebook-Konto wird fortgesetzt.
Die Region Grand Est und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg kofinanzieren zwei Stellen für grenzüberschreitende Fachexperten am Oberrhein zur Unterstützung von Jugendlichen und Unternehmen. Auch für die Region Saarland-Lothringen wurden zwei Berater für „grenzüberschreitende Ausbildung“ geschaffen, die von der Regionaldirektion der Arbeitsagentur Saarland-Pfalz kofinanziert werden. Damit wird die Initiative “ Erfolg Ohne Grenzen “ für die grenzüberschreitende „Großregion“ geöffnet.
Eine individuelle Beratung für grenzüberschreitende Ausbildungsprojekte
Grenzüberschreitend eine Ausbildung oder ein duales Studium zu absolvieren bedeutet, die Berufs- oder Hochschule im eigenen Land zu besuchen und die Praxisphase in einem Unternehmen im Nachbarland wahrnehmen zu können – genau das macht „Erfolg ohne Grenzen“ möglich. Die BewerberInnen werden vor, während und im Anschluss an ihre Berufsausbildung oder ihr duales Studium individuell begleitet. Eine persönliche Beratung, von der Suche nach einem passenden Unternehmen im Nachbarland, dem Erstellen der spezifischen Bewerbungsunterlagen bis hin zum Kontakt mit dem französischen oder deutschen Arbeitsgeber.
Mit diesem Modell der grenzüberschreitenden Berufsbildung, können junge Erwachsene bereits früh Erfahrungen in Deutschland und Frankreich sammeln, Sprachkenntnisse erwerben und für grenzüberschreitende Berufsperspektiven sensibilisiert und gewonnen werden. Neben dem Erwerb des Abschlusses im eigenen Land, können die Auszubildenden und Studierenden unter begünstigten Voraussetzungen auch den Abschluss im Nachbarland erlangen. So wird der Zugang zu grenzüberschreitender Bildung und zum Arbeitsmarkt im Nachbarland wesentlich erleichtert. Darüber hinaus trägt das Projekt auch dazu bei, administrative Hürden abzubauen, die grenzüberschreitende Anerkennung von Abschlüssen zu unterstützen und Möglichkeiten zu schaffen, die doch sehr unterschiedlichen Bildungssysteme miteinander zu verknüpfen.
Das Projekt Erfolg ohne Grenzen in Video :
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EUCOR – The European Campus
Publié par SchwoobAline le Sonntag 16 August 2026
Projekte Programm
Eucor – The European Campus
Eucor (Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten) – The European Campus ist ein Universitätsverbund bestehend aus der Universität Basel, der Universität Freiburg, dem Karlsruher Institut für Technologie, der Université de Strasbourg und der Université de Haute Alsace. Seit 1989 arbeiten die fünf Universitäten aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz bezüglich Lehre, Forschung, Verwaltung und Kultur zusammen. Ziel ist es, die europäische Ausrichtung des Oberrheins weiter zu fördern und aus der Grenzregion einen internationalen Anziehungspunkt für Forschung, Innovation und Wirtschaft hervorgehen zu lassen.
Der Austausch über die Grenzen hinweg hat in der Oberrhein-Region Tradition. Dank Eucor wird die grenzüberschreitende Mobilität der Studierenden zwischen den fünf Universitäten immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Das gilt nicht nur für längere Aufenthalte, sondern auch für den Besuch punktueller Lehrveranstaltungen im Nachbarland. Auch die Forschung profitiert vom Zusammenführen der Kompetenzen der Mitgliedsuniversitäten. Bereits bestehende Forschungskooperation werden vertieft und neue Projekte angestoßen, um mit der Zeit eine gemeinsame, grenzüberschreitende Forschungsinfrastruktur entstehen zu lassen.
Darüber hinaus wird das Ziel verfolgt, die Vernetzung auf administrativer Ebene weiter zu fördern und langfristig gemeinsame Servicestellen einzurichten.
Die Nähe zum Nachbarland erleichtert für Studierende, Forschende, Lehrende und die Verwaltungen die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Denn, keine der Mitglieduniversitäten ist von der anderen mehr als zwei Stunden Zugfahrt entfernt. So lässt sich grenzüberschreitender Austausch und Mobilität mühelos in den Alltag der BewohnerInnen der Oberrhein-Region integrieren.
Eucor ermöglicht den Universitäten ihre Kompetenzen zu ergänzen und zu bündeln und so zur Weiterentwicklung der Oberrhein-Region beizutragen, die schon jetzt du den dynamischsten Forschungs- und Wirtschaftsregionen Europas zählt.
Trinationaler europäischer Campus im Herzen Europas
Der Oberrhein wächst auch dank der Mobilitätsmöglichkeiten für seine Studierenden zusammen. Als eingeschriebene.r StudentIn an einer der fünf Mitgliedsuniversitäten können die Studierenden vom Lehrangebot aller Universitäten profitieren und sich einen trinantionalen Stundenplan erstellen. Über 117 000 Studierende können von diesem grenzüberschreitenden, einmaligen trinationalen Studienprogramm profitieren. Die Auswahlmöglichkeiten sind zahlreich, denn die fünf Mitgliedsuniversitäten bieten zusammen rund 1000 Studiengänge an, von denen mehr als 10, dank einer integrierten Mobilität, einen bi- oder trinationalen Abschluss ermöglichen. Mit der Möglichkeit einer integrierten oder freien Mobilität im Studium wird darüber hinaus ein wesentlicher Beitrag zur Interkulturalität und Mehrsprachigkeit am Oberrhein geleistet.
Auslandsstudium à la carte
Ob sie für ein Semester, ein Jahr oder nur für einzelne Lehrveranstaltungen ins Nachbarland gehen, dass können die Studierenden selbst entschieden. Vom Besuch eines Kurses auf der anderen Rheinseite, über integrierte Studiengänge mit zwei Abschlüssen bis hin zu einem trinationalen Studium ist alles möglich. Die Anrechnung der ECTS-Leistungspunkte ist garantiert.
Darüber hinaus sind die Aufenthalte im Ausland für die Studierenden gebührenfrei, sie zahlen lediglich den Semesterbeitrag an ihrer Heimatuniversität. Dank des Mobilitätsfonds von Eucor, werden die Studierenden unabhängig von ihrem gewählten Mobilitätsprogramm finanziell unterstützt, so beispielsweise mit einem Zuschuss zu den Fahrkosten für die Fahrt ins Nachbarland. Nach Abschluss eines Master Studium bietet sich den Studierenden die Möglichkeit bikulturell zu promovieren oder aber auch an trinationalen DoktorandInnen Kollegen teilzunehmen. Der grenzüberschreitende Gedanke begleitet den akademischen Werdegang der StudentInnen vom Bachelorstudium bis hin zur Promotion.
Mit Eucor ist man als StudentIn nicht nur im Studium oder Promotion mobil, auch in der Freizeit werden gemeinsame grenzüberschreitenden Projekte organisiert, die die Studierenden aus allen drei Ländern zusammenbringen und sie den Oberrhein entdecken lässt. Auf der Tour Eucor werden die Städte des European Campus mit dem Rad erkundet und beim Festival Eucor treten musikalische Talente aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf. Darüber hinaus ist auch das Engagement der Studierenden gefragt, im Eucor-Studierendenrat können sie ihr grenzüberschreitendes Studentenleben aktiv mitgestalten.

Den Oberrhein als einzigartigen trinationalen, akademischen und wissenschaftlichen Raum stärken
Neben Studierenden und MitarbeiterInnen der Mitgliedsuniversitäten, profitieren auch Forschende und Lehrende von der grenzübergreifenden Vernetzung der fünf Mitglieduniversitäten. Rund 15.000 von ihnen sind an grenzüberschreitenden Forschungsprojekten beteiligt. Und über 13 500 Doktorandinnen und Doktoranden haben den Oberrhein als Standort für ihre Promotion gewählt. Für die gemeinsame Forschung wurden vier Schwerpunkte definiert: Quantum Sciences and Technology, Personalised Health – Precision Medicine, Sustainability und European Identities.
In diesen Forschungsfeldern sehen die Partneruniversitäten ihre Stärken und wollen dank der Schwerpunktsetzung ihre Wettbewerbsfähigkeit und Spitzenstellung besonders fördern. Darüber hinaus existiert für jeden der vier Schwerpunkte ein trinationales Doktorandenkolleg, welches die ForscherInnen auf internationale Forschungsprojekte bestens vorberietet.
Seed Money ist ein internes Finanzierungsinstrument von Eucor, welches grenzüberschreitenden und innovativen Projekten zwischen den Universitäten des Eucor Campus eine Anschubfinanzierung gewährt. So soll der Austausch und die Vernetzung zwischen den Mitgliedsuniversitäten gefördert und dazu beigetragen werden, die Attraktivität der Oberrhein Region zu erhöhen.
Viele der Forschungsprojekte, wurden durch Interreg Gelder unterstützt. KTUR, Relien, RES_TMO, und SuMo-Rhine sind einige Beispiele der sich aktuell in der Umsetzung befindenden Projekte.

Das Ziel: eine europäische Universität
Im Jahre 2015 beschlossen die fünf Mitgliedsuniversitäten Eucor eine neue Form der Rechtspersönlichkeit zu geben; The European Campus wird zu einem Europäischen Verbund für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Ein Modellprojekt, einzigartig in Europa, welches anderen europäische Grenzregionen ein Vorbild sein soll. Die Mitgliedsuniversitäten agieren weiterhin unabhängig voneinander, können aber gezielter gemeinsam auftreten.
Zur Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie und Governance für den Universitätsverbund als Europäische Rechtsperson, wurde Eucor zwischen 2016 und Mitte 2019 durch Interreg Fördermittel unterstützt.
Projekte, die innerhalb von Eucor – The European Campus realisiert wurden, werden mit dem Eucor Label ausgezeichnete. Das gilt für pädagogische, wissenschaftliche, kulturelle oder sportliche Projekte. Einzige Voraussetzung, es müssen mindestens zwei Mitgliedsuniversitäten an dem grenzüberschreitenden Projekt beteiligt sein. Das Eucor Label verspricht mehr Sichtbarkeit und Reichweite in den Medien und Zuschüsse für Veranstaltungen und Mobilität einfacher zu erhalten.
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Deutsch-französischer Master Management von Clustern
Publié par Anne-Sophie Mayer le Sonntag 16 August 2026
Projekte Programm
Der Masterstudiengang „Management von Clustern und regionalen Netzwerken“ entstand im Jahre 2012 mit der Unterstützung des Programms Interreg IV aus der gemeinsamen Initiative der benachbarten Hochschule für Verwaltung in Kehl und Institut des traducteurs, interprètes et relations internationales (ITIRI) der Universität Straßburg.
Diese Ausbildung wendet Konzepte der „business intelligence“ auf öffentliche und private Netzwerke an, um innovative Projekte im Rahmen grenzüberschreitender bzw. internationaler Kompetenzzentren zu entwickeln und zu leiten, und um Synergien zwischen Unternehmen, Hochschule, Forschungszentren und der Verwaltung herzustellen. Dies sollte das Bedürfnis ansprechen, Personen für damals neu entstehende Berufsbilder zu bilden, wie z.B. das eines „Cluster-Managers“ und zielte darauf ab, einen in diesem Bereich bislang einmaligen grenzüberschreitenden und praxisorientierten Studiengang anzubieten.
Grenzüberschreitend, innovativ und praxisorientiert
Das Studienangebot vereint bestehende Unterrichtseinheiten in verwandten Fächern mit neuen, berufsspezifischen Inhalten. Es besteht unter anderem aus folgenden Bereichen: Clustertheorie, Cluster- und Netzwerkmanagement, Internationale Beziehungen, interkulturelle Kompetenz, Verhandlungstechniken, öffentliche Verwaltung in Deutschland, Frankreich und Europa, oder Informations- und Kommunikationstechnologien.
Der 2-jährige Studienverlauf ist wirklich grenzüberschreitend: Nach dem ersten Semester in Straßburg und dem zweiten in Kehl teilt die deutsch-französische Studierendengruppe ihre Zeit zwischen beiden Hochschulen und Städten im dritten Semester, bevor sie vor dem Abschluss im letzten Semester ein Praktikum absolviert.
Für die Studierenden besteht aber auch die Möglichkeit, das zweite Studienjahr als duales Studium zu gestalten. In diesem Rahmen arbeiten die Studierenden in einem deutschen oder französischen Netzwerk: zwei Tage pro Woche von September bis März, dann in Vollzeit von April bis September. Dies ermöglicht eine noch stärkere Ausrichtung des Studiums auf die Praxis und verbessert ihre Chancen auf einen gelungen Berufseinstieg durch die bereits einjährige Berufserfahrung.
Von einem europäischen Kompetenz- und Forschungszentrum Clustermanagement begleitet
Neben den Studiengang selbst wurde auch ein trinationales Kompetenz- und Forschungszentrum von den beiden Partnerhochschulen in Kehl und Straßburg, gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel am 14. November 2013 gegründet. Dies besteht aus ca. 80 Experten, Lehrenden und Studierenden, um Lösungsansätze zu Gunsten von Clustern, Unternehmen, Universitäten, Wirtschaftsförderungseinrichtungen und öffentliche Institutionen zu entwickeln.
Das Kompetenzzentrum veröffentlichte 2015 eine Bestandsaufnahme der Clusterlandschaft am Oberrhein unter den drei Gesichtspunkten Weiterbildung, Evaluation und Qualitätsmanagement.
Die Erfolgsgeschichte eines dynamischen und engagierten Netzwerks
2015 wurde der Studiengang von der Deutsch-Französischen Hochschule akkreditiert.
Die AbsolventInnen des Studiengangs werden meistens als dreisprachige, hochqualifizierte Mitarbeiter von Clustern und regionalen Netzwerken auf grenzüberschreitender, deutsch-französischer, europäischer bzw. internationaler Ebene tätig.
Zur Pflege des Netzwerks haben die Studierenden der 6. Abschlussklasse 2019 gemeinsam mit AbsolventInnen einen Alumni-Verein gegründet, der nun auf seiner tollen Website und einer Linkedin-Seite zu sehen ist!

Hier geht es zum von Studienrenden gedrehten Video !
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Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen Trinational
Publié par SchwoobAline le Sonntag 16 August 2026
Projekte Programm
Drei Jahre, drei Länder, drei Abschlüsse
Bauingenieurinnen und Ingenieure planen, berechnen und bauen unsere Infrastruktur. Sie helfen uns, über Grenzen hinweg mobil zu sein und verbinden grenzüberschreitend Land und Leute. Neben Straßen und Schienenverkehrswegen, sind es auch Brücken und Tunnel, die gerade in Grenzregionen den Austausch aufrechterhalten. Damit Mobilität grenzenlos möglich ist, braucht es BauingenieurInnen, die neben fundierten ingenieurwissenschaftlichem Wissen auch ausreichende Sprachkenntnisse und die nötigen interkulturellen Kompetenzen mitbringen. Nur so können in multikulturellen Teams internationale Projekte umgesetzt werden. Die AbsolventInnen des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen trinational bringen all diese Voraussetzungen mit, denn sie studieren innerhalb von drei Jahren in drei Ländern und erhalten drei Abschlüsse. Bauingenieurwesen trinational ist ein Bachelorstudiengang der Hochschule Karlsruhe, dem IUT Robert Schumann und der Fachhochschule Nordwestschweiz.
Erst Straßburg, dann Basel und schließlich Karlsruhe. So sieht das Programm der angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure aus. Mit dem trinational ausgerichteten Bachelorstudiengang soll Studierenden ermöglicht werden, sowohl ingenieurtechnisches Fachwissen zu erlangen, als auch an sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen zu gewinnen. Ziel ist es die AbsolventInnen bestens auf den europäischen Arbeitsmarkt und seine Herausforderungen vorzubereiten.
Trinational und praxisorientiert
BauingenieurInnen können in verschiedensten Einsatzgebieten tätig werden und das auch bei ganz unterschiedlichen Arbeitgebern. Die Bereiche gehen von Baubetrieb und Wasserwirtschaft, über Infrastrukturplanung, Umwelttechnik und Bauinformatik bis hin zu Geotechnik. Damit den Studierenden ihre spätere berufliche Orientierung erleichtert wird, ist der Studiengang entsprechend aufgebaut. So stehen während der drei Jahre Studium, nicht nur Theorie und Vorlesungen auf dem Programm. Dank der kleinen Gruppengrößen können die Studierenden von praxisorientierten Lehr-und Lernmethoden profitieren. Neben praktischen Übungen und Arbeiten im Labor steht zwischen dem 2. und dem 3. Semester ein Baupraktikum und im 5. Semester ein Praxissemester im Ausland an. Das erste Jahr in Frankreich ist darauf ausgelegt, den Studierenden die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen zu vermitteln. Nach Beginn in Straßburg setzen die Studierenden ihr Studium in Basel fort, wo die einzelnen Arbeitsgebiete des Bauingenieurwesens vertieft werden. Das zweite Jahr dient vorranging der Orientierung, für das im dritten Jahr anstehende Auslandspraxissemester. Hier soll das erlernte Wissen direkt in der Praxis angewandt werden. Die Studierenden erhalten Einblicke bei Ingenieurbüros, Bauunternehmen oder auch bei der öffentlichen Verwaltung. Neben praktischen, sammeln die StudentInnen auch interkulturelle Erfahrungen.
Interkulturelle Studierendengruppe
Die Studierenden kommen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Mit jedem Studienbeginn werden je 7 Studierende aus den drei Ländern zugelassen. Voraussetzung für die Zulassung zum Studium sind neben ausreichenden Sprachkenntnissen in Deutsch und in Französisch auch ein grundsätzliches Interesse für Technik. Die internationale Studierendengruppe findet sich vor Beginn des Studiums für einen Einführungskurs zusammen. Für eine Woche geht es hoch hinaus in die umliegenden Berge, abwechselnd in die Vogesen, den Schwarzwald oder ins Schweizer Jura. Hier sollen sich die Studierenden erst einmal gegenseitig kennenlernen. Auf dem Programm stehen auch Sprachkurse, um seine Sprachkenntnisse entweder in Deutsch oder Französisch zu vertiefen und für die kommenden drei Jahre sprachlich bestens vorbereitet zu sein.
Europäische Impulse für die Bauingenieurbranche kommen aus dem Oberrhein
Bauingenieurwesen trinational ist europaweit einmalig. Ziel der Studiengangkoordinatoren war auch, durch diesen Studiengang fachsprachliche und ingenieurtechnische Barrieren in der europäischen Zusammenarbeit zu überwinden. Für ein besseres gegenseitiges Verständnis belegen die Studierenden an den jeweiligen Hochschulen Veranstaltungen zu länderspezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen und den dort im Bauwesen angewandten Methoden und Techniken. Darüber hinaus sind die Studieninhalte europäisch ausgerichtet und neben technischen Lehrinhalten stehen auch Sprachen und Kommunikation in Frankreich und der Schweiz und Europäisches Baurecht in Karlsruhe im Modulkatalog.

Drei Hochschulabschlüsse: ein Sprungbrett für eine international ausgerichtete Karriere
Bevor die Studierenden nach sieben Semestern ihre drei Abschlüsse in den Händen halten, muss im letzten Semester noch die Bachelor-Thesis geschrieben werden. Dies kann an einer der drei Partneruniversitäten geschehen. Die sieben Semester erfolgreich abgeschlossen, erhalten die Studierende von jeder Hochschule, an der sie ein Jahr verbracht haben, einen Abschluss: die Licence Professionelle des IUT Robert Schumann, den Bachelor of Science der Fachhochschule Nordwestschweiz und den Bachelor of Engineering der Hochschule Karlsruhe.
Nach Abschluss des Studiengangs kann direkt mit der Aufnahme einer Tätigkeit als BauingenieurIn begonnen werden. Mit den drei Diplomen in der Tasche eröffnen sich den AbsolventInnen vielversprechende Berufsperspektiven in der Oberrhein-Region.
Diejenigen, die noch einmal eine trinationale Erfahrung durchleben möchten, können in Anschluss an diesen Bachelor Studiengang mit einem ebenfalls trinationalem Master fortfahren. Je nach Interessensschwerpunkt können verschiedene Vertiefungsrichtungen gewählt werden: konstruktiver Ingenieurbau, Verkehrswesen oder Wasserbau.
Hier geht es zum Info Flyer über den trinationalen Bauingenieursstudiengang
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